Römer 1,17

Aug 29

Heutige Bibellese:

Habakuk 1,1-3,19 / Apostelgeschichte 20,2 / Römer 1,1-17 / Psalm 44,10-27 / Sprüche 22,7


Kernthema des Evangeliums ist die Gerechtigkeit Gottes und zwar nicht die Tatsache, dass Gott oder dass Jesus Christus gerecht ist (was zwar auch Teil des Evangeliums ist, aber nicht ihr Kern ist), sondern vor allem die Gerechtigkeit, die Jesus Christus bewirkt hat. Er hat das Gesetz völlig erfüllt (wodurch er vor dem Gesetz straffrei war und nicht hätte sterben müssen) und starb dennoch am Kreuz, wo er stellvertretend für uns die Strafe für unsere Übertretungen des Gesetzes trug. Deshalb kann jedem, der daran glaubt, Jesu Gerechtigkeit zugerechnet werden. Der Ausdruck „Gerechtigkeit Gottes“ macht unmissverständlich klar, dass es sich nicht um menschliche Gerechtigkeit handelt. Kein Mensch ist gerecht genug, um vor Gott bestehen zu können. Nur wenn uns – durch den Glauben an Jesus Christus – dessen Gerechtigkeit zugerechnet wird, sind wir „Gerechte“, können dem Zorn Gottes entfliehen und erhalten ewiges Leben (Joh 3,36).

Der durch den Glauben gerechtfertigte Mensch lebt durch den Glauben ewig. Aber auch das jetzige Leben wird durch diesen Glauben bestimmt. Im Normalfall findet ein Wachstum des Glaubens statt („aus Glauben zu Glauben“). Dass die Rechtfertigung allein aus Glauben nicht im Widerspruch zum Alten Testament steht (auch wenn sie damals noch hinter dem Gesetz „versteckt“ war), beweist das Zitat aus Habakuk 2,4!


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