Der Weg

April 10

Heutige Bibellese:

5.Mose 11,1-13,1 / Lukas 13,22-14,6 / Psalm 81,1-17 / Sprüche 12,21-23


Jesus aber schrie wieder mit lauter Stimme und gab den Geist auf. Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss in zwei Stücke, von oben bis unten; und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, (Mt 27,50-51)

Das Allerheiligste war der Ort, an dem früher die Bundeslade gestanden hatte und wo der Herr seinem Volk begegnete. Durch den Vorhang war dieser Ort „verborgen“. Nur einmal im Jahr, am Versöhnungstag, durfte der Hohepriester das Allerheiligste betreten, um mit dem Blut von Opfertieren Sühnung für sich und das Volk zu vollziehen (3.Mo 16). In dem Augenblick, wo Jesus starb, zerriss der Vorhang des Tempels.

Die ganze Stiftshütte war nach himmlischem Vorbild gemacht (2.Mo 25,40; Hebr 9,23), und auch der Tempel wurde nach Gottes Plänen gebaut (1.Chr 18,11-12.19). Deshalb hatte auch das Zerreißen des Vorhangs eine weit über den irdischen Tempel hinausgehende Bedeutung: der Weg zum Allerheiligsten war nicht länger verschlossen. Jesu Tod hat den Weg zum Vater geöffnet, wie er zuvor angekündigt hatte:

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg [...]. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. (Joh 14,6)