Salbung

März 19

Heutige Bibellese:

4.Mose 8,1-9,23 / Lukas 3,23-38 / Psalm 64,1-11 / Sprüche 11,17


Jesus nun kam sechs Tage vor dem Passah nach Betanien, [...] Sie machten ihm nun dort ein Abendessen, und Marta diente; [...] Da nahm Maria ein Pfund Salböl von echter, sehr kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete seine Füße mit ihren Haaren. Das Haus aber wurde von dem Geruch des Salböls erfüllt. (Joh 12,1-3)

Die Jünger, allen voran Judas Iskariot, murrten, als sie sahen, dass Maria den Herrn mit Narde salbte. Das Salböl war 300 Denare wert, also fast den ganzen Jahresverdienst eines Arbeiters! Das war doch Verschwendung. Wie vielen Armen hätte damit geholfen werden können.

Der HERR bestreitet dies nicht. Seine Antwort, dass sie die Armen immer bei sich hätten, sie ihnen also noch lange Gutes tun könnten, zeigt, dass ihm der Dienst für die Armen durchaus nicht unwichtig ist.

Aber er erkennt den Liebesbeweis der Maria an und sieht noch mehr: sie ist die einzige, die ihn zum Begräbnis gesalbt hat (wohl ohne das zu wissen). Nach Jesu Kreuzigung blieb angesichts des nahen Sabbats keine Zeit mehr für eine Salbung. Und als die Frauen am nächsten Sonntag in der Frühe zum Grab kamen, war es bereits zu spät: Jesus war schon auferstanden.

Möge der HERR Gnade schenken, dass auch wir die Zeit nicht versäumen, ihm Gutes zu tun und ihm Ehre zu erweisen.