1.Chronik 6,16-17

Okt 02

Heutige Bibellese:

1.Chronik 5,11-6,66 / Apostelgeschichte 28,1-31 / Psalm 76,1-13 / Sprüche 24,21-22


Nachdem die Bundeslade einen Ruheplatz gefunden hatte und auch die Stiftshütte nicht mehr regelmäßig auf- und abgebaut sowie transportiert werden musste, waren die Leviten quasi „arbeitslos“. Doch David teilte ihnen neue Aufgaben zu, z.B. den Dienst des Gesangs.

Der letzte Satz von Vers 17 beschreibt, wie die Leiter des Gesangs ihren Dienst versahen: Sie standen nach ihrer Vorschrift ihrem Dienst vor. Ihr Dienst war durch Vorschriften geregelt, damit er reibungslos und zufriedenstellend ausgeführt werden konnte. Die Leiter des Gesangs kannten diese Vorschriften und – was noch wichtiger ist – hielten sich auch daran. Jeder weiß, wie es klingt, wenn der Gesang nicht aufeinander abgestimmt ist und einer nicht auf den anderen Rücksicht nimmt. Dann können die einzelnen Sänger noch so gut singen – es klingt trotzdem schief und ungenießbar.

Auch wir haben vom Herrn Vorschriften bekommen, wie wir unser Leben und unseren Dienst verrichten sollen. Er hat sie uns in der Bibel sogar schriftlich gegeben. Oft lesen wir sie, oft freuen wir uns auch über ihre Worte. Aber halten wir uns auch daran? Das Leben ist eine komplexe Angelegenheit. Wenn wir nur in einem Bereich von der Vorschrift Gottes abweichen, gehen wir zwar (der Gnade Gottes sei es gedankt) nicht verloren, bringen aber möglicherweise viel Chaos und Disharmonie in unser Leben und unsere Umgebung. Und wenn wir gar beim Dienst für den Herrn noch meinen, auf seine weisen Vorschriften verzichten zu können, dann ist das Misslingen erst recht vorprogrammiert. Wie schön ist es dagegen, wenn jeder in der Gemeinde auf seinem Platz steht und an seinem Platz gemäß den Vorschriften seines Dienstes dient – ohne dabei neidisch auf diejenigen zu schielen, die „die erste Geige“ spielen dürfen.