Begierde

April 23

Heutige Bibellese:

Josua 3,1-4,24 / Lukas 21,29-22,13 / Psalm 93,1-5 / Sprüche 13,18-19


Wenn ihr mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid, was unterwerft ihr euch Satzungen, als lebtet ihr noch in der Welt: Berühre nicht, koste nicht, betaste nicht! [...] Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Begierde und Habsucht, die Götzendienst ist! (Kol 2,20-21; 3,5)

Wir stehen nicht mehr unter Satzungen oder Gesetz, weil wir mit Christus diesen weltlichen Dingen gestorben sind. Andererseits werden wir aufgefordert, unsere irdischen Glieder zu töten. Worin besteht nun der Unterschied zwischen dem Befolgen eines Gesetzes, das Unzucht, Habsucht, Götzendienst und dergleichen verbietet und dem Töten der entsprechenden Glieder?

Wenn man versucht, ein Gesetz zu befolgen, dann unterdrückt man bestimmte Neigungen und Begierden. Man würde eigentlich gerne anders handeln, aber wegen des Gesetzes tut man es nicht. In der Bergpredigt macht Jesus aber deutlich, dass die Begierde genauso schlimm ist wie die Ausführung der Tat (vgl. Mt 5,22.28). Deshalb muss das Übel an der Wurzel angepackt werden. Erst wenn das Glied (die Begierde) getötet ist, ist sie wirklich weg. Das ist möglich, wenn wir unseren Geist vom Heiligen Geist erneuern lassen.

[...] erneuert werdet in dem Geist eurer Gesinnung und den neuen Menschen angezogen habt, [...] (Eph 4,23-24)