Jesaja 2

Juli 29

Heutige Bibellese:

Jesaja 1,1-2,22 / 1.Korinther 9,19-10,13 / Psalm 23,1-6 / Sprüche 20,7


Der Berg des Hauses des HERRN (V.2) ist der Tempelberg in Jerusalem, der Berg Zion. Dieser Berg wird einmal höher sein als alle anderen Berge – und damit die Erhabenheit und Überlegenheit des HERRN (V.17) sichtbar ausdrücken. In dieser Zeit wird es keinen Krieg mehr geben (V.4), woraus ersichtlich ist, dass die Verse 1-5 sich im tausendjährigen Friedensreich erfüllen werden. In dieser Zeit wird der Herr Jesus die Nationen richten (V.4) und alle Nationen werden nach Jerusalem zum Tempel kommen (V.2-3), was voraussetzt, dass es dann wieder einen Tempel geben wird! In Hes 40-48 findet man genauere Informationen über den zukünftigen dritten Tempel und die Landverteilung in Israel. Doch nicht nur die Nationen werden in dieser Zeit an den Geboten Gottes interessiert sein, sondern allen voran die Juden werden „im Licht des HERRN“ leben, d.h. seine Gebote befolgen (V.5). Aber bevor die herrliche Zeit der Friedensherrschaft anbrechen kann, muss der Tag des HERRN stattfinden, das Gericht über alle Gottlosen (V.12); der Tag

[...] der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht, in flammendem Feuer. Dabei übt er Vergeltung an denen, die Gott nicht kennen, und an denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus nicht gehorchen; (2.Thess 1,7-8)

An diesem Tag werden die Menschen ihre nichtigen Götzen wegwerfen (V.20). Wenn die Menschen den Herrn Jesus sehen, werden sie die Nutzlosigkeit ihres Götzendienstes erkennen und sich vor der Pracht seiner Herrlichkeit und Majestät verstecken (V.11.19-21; wie einst Adam und Eva nach dem Sündenfall, 1.Mo 3,8). Auch aller Hochmut und Stolz wird dann gebeugt werden – ein Hinweis auf die modernen „Götzen“ unserer Zeit. Alles, worauf die Menschen Stolz sind, wird dann nutz- und wertlos sein. Eigene Leistungen, Fähigkeiten, technischer Fortschritt usw. sind nützlich, haben aber keinen Ewigkeitswert und können den Menschen nicht vor dem Gericht Gottes retten. Nur wer durch den Glauben an Jesus Christus Frieden mit Gott hat (Röm 5,1), muss sich vor dem Anblick seiner Herrlichkeit nicht angstvoll verkriechen (V.11.19.21).

[...] Weil ich dir dies tun will, mach dich bereit, deinem Gott zu begegnen [...] (Am 4,12)