Räuberhöhle

März 21

Heutige Bibellese:

4.Mose 11,24-13,33 / Lukas 4,31-5,11 / Psalm 66,1-20 / Sprüche 11,20-21


[...] am folgenden Tag [...] Und er trat in den Tempel und begann die hinauszutreiben, die im Tempel verkauften und kauften; und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenverkäufer stieß er um. [...] Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: „Mein Haus wird ein Bethaus genannt werden für alle Nationen“? Ihr aber habt es zu einer „Räuberhöhle“ gemacht. (Mk 11,12.15.17)

Seine Jünger gedachten daran, dass geschrieben steht: „Der Eifer um dein Haus verzehrt mich.“ (Joh 2,17)

Der Tempel, einst Bethaus für Israel, war im Laufe der Zeit zu einer „Räuberhöhle“ geworden. Die Tempelsteuer musste in Münzen tyrischer Prägung entrichtet werden (die anderen enthielten nicht genug Silber). Doch für den Tausch der Währung verlangten die Geldwechsler hohe Aufschläge. Und die vielen Stände der Verkäufer, die Opfertiere anboten, hatten das Haus der Stille zu einem Kaufhaus (Joh 2,16) gemacht. Jesus konnte diese Verunehrung des Hauses seines Vaters nicht dulden und trieb die Leute hinaus.

Wie sieht es in unseren Gottesdiensten, unseren Gemeinden aus? Haben wir noch den Mut, für Gottes Haus zu eifern, indem wir uns dafür einsetzen, dass Praktiken abgeschafft bzw. gar nicht erst eingeführt werden, wenn sie Gottes offenbartem Willen in der Bibel widersprechen?