Römer 15,25-27; 16,2

Sept 19

Heutige Bibellese:

Jeremia 37,1-38,28 / Römer 15,25-16,7 / Psalm 65,1-14 / Sprüche 23,26-28


Die Einheit des Leibes Christi wird nicht nur dadurch gezeigt, dass man sich – trotz gewisser Unterschiede – Christus gemäß gegenseitig an- und aufnimmt, sondern auch dadurch, dass man sich gegenseitig hilft und unterstützt (16,2), und das auch über Gemeindegrenzen hinweg. Deshalb haben die Gemeinden von Achaja und Mazedonien (zwei Provinzen in Griechenland) Geld zur Unterstützung der bedürftigen Heiligen in Jerusalem gesammelt (15,26). Sie sahen es nicht nur als ihre Pflicht an, bereitwillig zu geben, sondern hatten sogar Wohlgefallen daran. Gott liebt es, wenn wir mit fröhlichem Herzen geben und nicht aus irgendeinem Zwang heraus (2.Kor 9,7).

Gerade bezüglich Jerusalem hatten alle Gemeinden auch eine gewisse Pflicht, so zu handeln (15,27). Denn in Jerusalem wurde durch die Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi das Heil für alle Glaubenden erwirkt (vgl. Joh 4,22: „das Heil ist aus den Juden“). Wer durch die Gnade Gottes an den geistlichen Gütern Israels teilhat, ist auch verpflichtet, ihnen mit den leiblichen Gütern zu dienen.

Von Phöbe wird erwähnt, dass sie vielen ein Beistand (oder eine Beschützerin, Helferin; vgl. Fußnote) war. Mit Geldspenden zu helfen, fällt vielen noch relativ leicht. Aber wie sieht es mit praktischer Hilfe aus? Nehmen wir die Nöte unserer Glaubensgeschwister wahr? Denken wir an unsere älteren Geschwister, die verwitwet und einsam sind und erfreuen sie mit einem Besuch? Oder helfen wir ihnen beim Einkaufen? Sind wir bereit, einer Mutter mal im Haushalt zu helfen? Oder wie wäre es mit dem Angebot, auf die Kinder aufzupassen, damit die Mutter in Ruhe zum Arzt gehen kann oder auch mal einen freien Nachmittag hat? Oder die Eltern einmal wieder zusammen ausgehen können? Möglichkeiten gibt es viele – aber sind wir bereit, unsere Freizeit für andere zu opfern?