Gericht

Juli 18

Heutige Bibellese:

2.Könige 14,21-25 / Jona 1,1-4,11 / 1.Korinther 1,1-17 / Psalm 15,1-5 / Sprüche 19,15-16


Denn siehe, bei der Stadt, über der mein Name ausgerufen ist, beginne ich Unheil zu wirken, und ihr, solltet ihr etwa ungestraft bleiben? Ihr werdet nicht ungestraft bleiben; denn ein Schwert rufe ich herbei über alle Bewohner der Erde, spricht der HERR der Heerscharen. (Jer 25,29)

Warum fängt das Gericht Gottes gerade in Jerusalem an und nicht bei heidnischen Städten, die noch gottloser und unmoralischer leben? Weil Jerusalem das Zentrum des Gottesdienstes war. Von hier aus sollten die Priester das Volk belehren (Mal 2,7), hier sollte in besonderer Weise nach dem Willen Gottes gelebt werden, damit die anderen Völker die Weisheit dieses Volkes sehen und daraus auf die Weisheit von deren Gott schließen würden (5.Mo 4,5-6). Aber Israel (einschließlich Jerusalem) wurde wie die Nationen, anstatt sich positiv von ihnen abzuheben. Ihnen war viel anvertraut, deshalb mussten sie zuerst bestraft werden (Lk 12,48).

In neutestamentlicher Zeit hat sich daran nichts geändert. Jetzt ist die Gemeinde das Haus Gottes. Bei ihr wird das Gericht anfangen! Ist die Gemeinde darauf vorbereitet? Wo ist noch Buße nötig?

Denn die Zeit ist gekommen, dass das Gericht anfange beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen? (1.Petr 4,17)