Lukas 9,49-50

April 01

Heutige Bibellese:

4.Mose 32,1-42 / Lukas 9,28-50 / Psalm 74,1-23 / Sprüche 12,8


Schon damals gab es Rivalitäten zwischen verschiedenen Gruppen von Nachfolgern Jesu. Die Jünger waren der Meinung, dass alle ihnen nachfolgen müssten. Nur sie hätten quasi die Autorität des Herrn, die rechte Lehre, das Recht, in seinem Namen zu handeln, usw. Aber Jesus weist ihr exklusives Denken zurecht. Wer nicht explizit gegen sie war, der war für sie! Gleiches lässt sich auch auf unsere Zeit anwenden. Die Aufsplitterung der Christenheit in unzählige Denominationen spricht der Realität der Einheit des Leibes Christi Hohn. Doch wir können das Problem nicht dadurch lösen, dass wir anderen Gruppen die Existenzberechtigung absprechen (offensichtliche Irrlehre ausgenommen). Jeder Christ ist verpflichtet, sich entsprechend seiner Erkenntnis zu verhalten. Doch hüten wir uns davor, uns auf unsere „Erkenntnis“ etwas einzubilden und bewusst oder unbewusst Christen, die eine andere Erkenntnis haben, zu verachten. Das wäre Hochmut – d.h. Sünde.

Anders verhält es sich dagegen, wenn jemand Jesus ablehnt oder ihm gegenüber unentschlossen ist. Hier gilt klar: Wer nicht für Jesus ist, der ist gegen ihn (Mt 12,30). Die Stellung zu Jesus ist heilsentscheidend (1.Joh 5,12). Hier sind keine Kompromisse, keine Unentschlossenheit möglich!


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