Vergebung und Liebe
Heutige Bibellese:
Jeremia 47,1-49,22 / Apostelgeschichte 21,18-36 / Psalm 68,20-36 / Sprüche 24,5-6
Deswegen sage ich [Jesus] dir [Simon]: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. (Lk 7,47)
Immer wieder finden wir Aussagen in der Bibel, die betonen, wie wichtig die Liebe ist. Wenn wir in der Liebe bleiben, bleibt Gott in uns (1.Joh 4,16), wir sind schuldig, andere zu lieben, weil Gott uns so geliebt hat (1.Joh 4,11), die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes (Gal 5,14), usw.
Wenn die Liebe eine so wichtige Rolle spielt, dann stellt sich natürlich die Frage, wie man in der Liebe zunehmen kann. Einen interessanten Hinweis dazu gab Jesus, als er im Hause des Pharisäers Simon von einer Sünderin gesalbt wurde. Während Simon diese Tat verachtete, weil er wusste, dass sie eine Sünderin war, sah Jesus darin den Beweis ihrer großen Liebe und sichert der Frau zu, dass ihre Sünden vergeben sind. Ferner stellt er fest, dass derjenige, dem nur wenige Sünden vergeben sind, wenig liebt. Hat ein Mangel an Liebe seine Ursache in einem mangelnden Sündenbewusstsein?
Wenn mir bewusst ist, wie viele Sünden Jesus mir vergeben hat, kann ich die Sünden anderer leichter vergeben und ihre Eigenheiten in Liebe ertragen. Und ich werde den Wunsch haben, meine Dankbarkeit in Dienstbereitschaft für Gott und andere auszudrücken und Liebe zu erweisen.