Begierde
Heutige Bibellese:
2.Mose 32,1-33,23 / Markus 6,30-56 / Psalm 41,1-14 / Sprüche 10,16
Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, weder sein Rind noch seinen Esel, noch irgend etwas, was deinem Nächsten gehört. (2.Mo 20,17)
Mancher mag sich fragen: „Was ist denn so schlimm daran, wenn ich den Reichtum anderer sehe und gerne auch so viel besitzen würde?“
Unsere Gedanken verraten, was in unserem Herzen vorgeht und wozu wir fähig wären, wenn nicht äußere Umstände (wie Anstand, Furcht, mangelnde Macht) einen vor der Tat (sei es Ehebruch, Mord, oder eben Diebstahl) bewahren würden. Und die Geschichte Israels zeigt, wie schnell das Begehren zum Raub führen kann:
Begehren sie Felder, sie rauben sie, und Häuser, sie nehmen sie weg; und sie üben Gewalt am Mann und seinem Haus, am Menschen und seinem Erbteil. (Mi 2,2)
Wenn ich anderer Leute Besitztümer begehre, dann zeigt das, dass ich unzufrieden mit dem bin, was Gott mir zugedacht hat! Es handelt sich also um Auflehnung gegen Gott. Statt neidisch auf andere zu sehen, ist es besser, Gott für die vielen Dinge zu danken, die er mir geschenkt hat. Dadurch wird mir wieder bewusst, wie viel Gott auch mir geschenkt hat.