Gott bitten
Heutige Bibellese:
Jeremia 28,1-29,32 / Römer 11,11-36 / Psalm 60,1-14 / Sprüche 23,12-14
Und der König sagte zu mir: Um was also bittest du? Da betete ich zu dem Gott des Himmels (Neh 2,4)
Nehemia war traurig, weil er gehört hatte, dass die Mauern Jerusalems immer noch niedergerissen waren. Der König von Persien bemerkte die Traurigkeit seines Mundschenks. Nachdem dieser ihm den Grund genannt hatte, fragte der König ihn nach seiner Bitte. Nehemia hatte mit alledem nicht gerechnet und war auf diese Frage nicht vorbereitet. Wie sollte er antworten? Was konnte und durfte er erbitten? Viel Zeit blieb ihm ja nicht zum Überlegen. So tat er das Beste, was er tun konnte: Er betete zu Gott, damit er ihm die rechten Worte in den Mund legen würde.
Sind nicht auch wir oft damit beschäftigt, uns im Voraus zu überlegen, welche Fragen uns gestellt werden könnten und wie wir darauf reagieren sollen? Meistens stellen wir dann fest, dass alles doch ganz anders kommt als geplant. Entweder entwickelt sich das Gespräch ganz anders, oder man vergisst in der Aufregung die schönen überlegten Antworten. Sollten wir nicht auch besser Gott um Weisheit und Beistand bei schwierigen Gesprächen bitten?