Bedrängnisse

Juli 07

Heutige Bibellese:

1.Könige 20,22-21,29 / Apostelgeschichte 15,36-16,15 / Psalm 5,1-13 / Sprüche 18,19


Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, da wir wissen, dass die Bedrängnis Ausharren bewirkt, das Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung; die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. (Röm 5,3-5)

Dass wir uns freuen sollen, wenn wir Hoffnung haben, kann man ja verstehen. Aber warum rühmt sich Paulus auch seiner Bedrängnisse (und ist damit auch für uns ein Vorbild)? Weil die Bedrängnis Ausharren bewirkt. Wir können ja nicht anders, als abzuwarten, bis sich die Umstände bessern. Doch gerade in Bedrängnissen können wir erleben, wie Gott Kraft und Mut zum Durchhalten gibt und in Kleinigkeiten seine Liebe zu uns beweist – auch wenn er die Bedrängnis noch nicht weggenommen hat. Wir lernen, ihm in allem zu vertrauen und auch Unangenehmes mit ihm zu bewältigen. So kann gerade durch die Bedrängnis das Vertrauen in Gott gestärkt werden und der Glaube sich bewähren. Die Bewährung erzeugt die Hoffnung, dass Gott auch in Zukunft Hilfe und Beistand sein wird – unabhängig von den äußeren Umständen. Und diese Hoffnung beschämt nicht. Die Liebe Gottes ändert vielleicht nicht das Äußere, aber sie wirkt in unseren Herzen.


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