Liebe
Heutige Bibellese:
Hoheslied 5,2-8,14 / Jakobus 3,13-4,12 / Psalm 144,1-15 / Sprüche 17,28
Und um dieses bete ich, dass eure Liebe noch mehr und mehr überreich werde in Erkenntnis und aller Einsicht, damit ihr prüft, worauf es ankommt, damit ihr lauter und unanstößig seid auf den Tag Christi, (Phil 1,9-10)
Die Liebe der Philipper sollte noch mehr und mehr überreich werden. Doch hier steht nicht, dass sie mehr Gutes tun müssten (was natürlich auch nicht verkehrt wäre). Die Liebe sollte durch Erkenntnis und Einsicht wachsen.
Christ wird man nicht, indem man viel Gutes tut, sondern dadurch, dass man seine Sünden erkennt, durch Jesus Christus Vergebung erfährt und dadurch mit Gott versöhnt wird. Wer aber mit Gott versöhnt ist, der hat einen ganz neuen Blick für seine Mitmenschen und wird deshalb Gutes tun. Ähnlich verhält es sich mit der Liebe. Je mehr die Erkenntnis und Einsicht über Gott und seine Liebe (die Jesus auf die Erde und an das Kreuz gehen ließ) zunimmt, desto größer wird die Liebe zu Gott und Jesus Christus. Gleichzeitig befähigt die Erkenntnis den Menschen, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden und ein unanstößiges Leben – vor Gott und Menschen – zu führen. Sicher werden dann auch Liebestaten für andere Menschen folgen. Doch sie sind erst die Folge einer viel tieferen Veränderung.