Vor der eigenen Tür

Sept 17

Heutige Bibellese:

Jeremia 33,1-34,22 / Römer 14,1-23 / Psalm 63,1-12 / Sprüche 23,19-21


Daran anschließend besserten Benjamin und Haschub ihrem Haus gegenüber aus. Daran anschließend besserte Asarja, der Sohn Maasejas, des Sohnes Ananjas, neben seinem Haus aus. (Neh 3,23)

Als Nehemia die Mauer Jerusalems wieder aufbaute, bekam jeder einen bestimmten Mauerabschnitt zugewiesen. Bei einigen Arbeitern wird berichtet, dass sie direkt gegenüber ihren eigenen Häusern bauten. Das war sehr sinnvoll, denn wer konnte mehr daran interessiert sein, dass die Arbeit dort vernünftig ausgeführt wurde als die Menschen, die direkt dort wohnten und durch die Mauer geschützt werden sollten?

Bis heute ist das Prinzip „zuerst vor der eigenen Haustür“ sehr sinnvoll. Als Jesus seinen Jüngern den Missionsbefehl gab, gebot er ihnen, in Jerusalem, ihrem momentanen Aufenthaltsort, anzufangen. Erst danach waren Judäa, Samaria und die ganze Welt an der Reihe (Apg 1,8). Wer sich nicht zu Hause bewährt hat, indem er Freunden, Verwandten, Bekannten von Jesus erzählt und sie zu ihm zu führen versucht hat, wie sollte der unter erschwerten Bedingungen (fremde Sprache, Kultur) den Mut und die Kraft finden, diesem anspruchsvollen Dienst nachzukommen? Auch hat nicht jeder die Gabe, im Ausland zu dienen. Doch zu Hause soll jeder am Reich Gottes mitbauen!


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