Erziehung
Heutige Bibellese:
1.Mose 27,46-29,35 / Matthäus 9,18-38 / Psalm 12,1-9 / Sprüche 3,11-12
Was ihr erduldet, ist zur Züchtigung [Erziehung]: Gott behandelt euch als Söhne. Denn ist der ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? [...] Alle Züchtigung scheint uns zwar für die Gegenwart nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein; nachher aber gibt sie denen, die durch sie geübt sind, die friedvolle Frucht der Gerechtigkeit. (Hebr 12,7.11)
Bei manchen Leiden, die wir ertragen, haben wir das Gefühl, Gott sei gegen uns. Doch das stimmt nicht. Wenn Eltern ihre Kinder nicht erziehen, d.h. auch ihnen Grenzen zu setzen, dann werden sie zu egoistischen, ungehorsamen Menschen, die unfähig sind, sich unterzuordnen und Bedürfnisse anderer zu erkennen und zu respektieren. Alle Erziehungsmaßnahmen – obwohl schmerzhaft – dienen zum Besten der Kinder.
Gleiches gilt, wenn Gott uns erzieht. Er möchte, dass wir reifen und ihm ähnlicher werden. Das geschieht (nicht nur, aber oft) durch schmerzvolle Erfahrungen, die wir durchleben. Doch selbst wenn sie zuerst kein Grund zur Freude sind, so bewirken sie doch langfristig Gutes in uns: „die friedvolle Frucht der Gerechtigkeit“.