Der Geist weht ...
Heutige Bibellese:
Richter 18,1-19,30 / Johannes 8,12-30 / Psalm 112,1-10 / Sprüche 15,4
Und als der Tag des Pfingstfestes erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beisammen. Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden einzelnen von ihnen. [...] dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist: „Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, dass ich von meinem Geist ausgießen werde auf alles Fleisch, [...]“ (Apg 2,1-3.16-17)
Pfingsten war der Geburtstag der Gemeinde. Die von Jesus vorhergesagte Ausgießung des Heiligen Geistes war von hör- und sichtbaren Zeichen begleitet. Man hörte ein Brausen wie von einem gewaltigen Wind. Hier ist es interessant zu wissen, dass es im Griechischen, der Sprache in der das NT geschrieben wurde, für Wind und Geist nur ein einziges Wort gibt.
Dass die Zungen zerteilt waren, könnte ein Hinweis darauf sein, dass jetzt nicht mehr nur das Volk der Juden auserwählt war, sondern das Evangelium allen Nationen gepredigt werden sollte.
Feuer ist ein Zeichen des Gerichtes Gottes (vgl. z.B. 4.Mo 10,1-2; Off 20,15). Der Heilige Geist überführt auch vom Gericht (Joh 16,8). Wer Jesus und sein Wort, d.h. sein Angebot der Gnade, ausschlägt, wird durch das Wort gerichtet (Joh 12,48).