Enttäuscht
Heutige Bibellese:
5.Mose 23,2-25,19 / Lukas 17,11-37 / Psalm 86,1-17 / Sprüche 13,2-3
Und siehe, zwei von ihnen gingen an diesem Tag nach einem Dorf mit Namen Emmaus, sechzig Stadien von Jerusalem entfernt. [...] Und es geschah, während sie sich unterhielten und miteinander überlegten, dass sich Jesus selbst nahte und mit ihnen ging; aber ihre Augen wurden gehalten, so dass sie ihn nicht erkannten. […] Wir aber hofften, dass er der sei, der Israel erlösen solle [...] (Lk 24,13.15-16.21)
Die Emmaus-Jünger hatten Jesus geglaubt. Sie hatten geglaubt, dass er der sei, der Israel erlösen sollte. Nun, sie hatten sich damit nicht geirrt, denn genau zu diesem Zweck war Jesus gestorben. Nur durch seinen Tod konnte Israel (von seinen Sünden) gerettet werden, wie der Hohepriester prophezeit hatte (ohne zu verstehen, was er dort sagte).
[...] Kaiphas, [...] sprach zu ihnen: Ihr [...] überlegt auch nicht, dass es euch nützlich ist, dass ein Mensch für das Volk sterbe und nicht die ganze Nation umkomme. Dies aber sagte er nicht aus sich selbst, sondern da er jenes Jahr Hoherpriester war, weissagte er, dass Jesus für die Nation sterben sollte; (Joh 11,49-51)
Doch die Emmaus-Jünger dachten an eine Rettung von den Römern. Sie waren enttäuscht, dass sich ihre Erwartungen nicht erfüllt hatten, und gingen traurig von Jerusalem weg. Aber Jesus lässt sie in ihrer Traurigkeit nicht allein, sondern geht ihnen nach.