Betrübt
Heutige Bibellese:
Jesaja 51,1-53,12 / 2.Korinther 6,1-13 / Psalm 35,17-28 / Sprüche 21,14-16
Und der HERR sprach [zu Jona]: Du bist betrübt wegen des Rizinus, um den du dich nicht gemüht und den du nicht großgezogen hast, der als Sohn einer Nacht entstand und als Sohn einer Nacht zugrunde ging. Und ich, ich sollte nicht betrübt sein wegen der großen Stadt Ninive, in der mehr als 120.000 Menschen sind, [...]? (Jona 4,10-11)
Nachdem Jona Ninive Buße gepredigt und die Niniviten daraufhin zu Gott umgekehrt waren, freute Gott sich darüber und führte das angekündigte Gericht nicht aus. Jona gefiel das gar nicht; er wurde zornig und wünschte sich zu sterben. Als Gott dann noch einen Rizinus, der Jona Schatten gespendet hatte, verdorren ließ, zürnte er erneut gegen Gott.
Gott ist gnädig. Er möchte, dass alle Menschen gerettet werden (1.Tim 2,4). Jona war über einen Rizinus betrübt – wie viel mehr Gott über eine ganze Stadt, die in Sünde lebte! Doch welch ein Grund zur Freude war deren Umkehr! Warum teilte Jona diese Freude nicht?
Haben wir Interesse daran, dass neue Menschen in unsere Gemeinden kommen, oder „stören“ uns die Neuen, weil jetzt die Hauskreise größer werden (möglicherweise sogar geteilt werden müssen), wir nicht mehr nur mit den alten Bekannten reden, sondern nach dem Gottesdienst auch die Neuen beachten müssen?