Rettung

Juli 09

Heutige Bibellese:

2.Könige 1,1-2,25 / Apostelgeschichte 17,1-18,11 / Psalm 7,1-18 / Sprüche 18,22


Daher, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht nur wie in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, bewirkt euer Heil [oder: eure Rettung] mit Furcht und Zittern! Denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen. (Phil 2,12-13)

Manche Aussagen der Bibel scheinen sich zu widersprechen, wie auch die beiden zitierten Verse. Zuerst heißt es, dass wir unsere Rettung selber bewirken sollen – und das mit Furcht und Zittern, als ob alles von uns abhinge. Im nächsten Vers heißt es dann, dass Gott alles macht, indem er sowohl den Willen als auch das notwendige Wirken (d.h. das Umsetzen des Willens) bei uns bewirkt. Da die Verse direkt aufeinander folgen, kann die Lösung nicht lauten, dass Paulus nicht wusste, was er im Vers zuvor geschrieben hat. Nein, beides ist wahr. Ohne Gottes Wirken würde sich kein Mensch zu ihm bekehren. Doch der Mensch kann sich dem Wirken Gottes widersetzen oder sich ihm öffnen. In diesem Sinne muss der Mensch seine Errettung selber bewirken. Furcht und Zittern vor den Konsequenzen eines Verlorengehens erleichtert und beschleunigt die Entscheidung zur Umkehr zu Gott.


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