Der Weg ist nicht das Ziel
Heutige Bibellese:
Jeremia 2,1-3,5 / Römer 2,25-3,8 / Psalm 47,1-10 / Sprüche 22,10-12
Und das Volk haderte mit Mose, und sie sagten: [...] Und warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt, um uns an diesen bösen Ort zu bringen? Es ist nicht ein Ort für Saat und für Feigenbäume und Weinstöcke und Granatbäume, auch ist kein Wasser da zum Trinken. (4.Mo 20,3.5)
Der HERR hatte dem Volk Israel verheißen, dass er es in ein Land bringen würde, das von Milch und Honig fließt. Doch die Israeliten wanderten 40 Jahre durch die Wüste, waren des Mannas (die Nahrung, die Gott ihnen jeden Morgen gab) überdrüssig und litten des öfteren Durst. So hatten sie sich ihre Befreiung nicht vorgestellt. Deshalb murrten sie zum wiederholten Mal gegen Mose und Gott. Zu Recht?
Nein. Sie erwarteten die Segnungen, die Gott erst für das Ziel, das Land Kanaan verheißen hatte, schon auf dem Weg dahin. Das war ihr großer Fehler. (Und dass der Weg dorthin 40 Jahre dauerte, war ihrem Ungehorsam zuzuschreiben und nicht Gott.)
Auch wir hadern manchmal mit Gott, wenn Dinge anders laufen, als wir es gerne hätten. Wir möchten auch jetzt schon gerne den vollen Segen genießen, der uns doch erst im Himmel erwartet. Hier sind wir nur auf dem Weg. Deshalb gilt auch uns:
Habt nun Geduld, Brüder, bis zur Ankunft des Herrn! [...] Habt auch ihr Geduld, stärkt eure Herzen! Denn die Ankunft des Herrn ist nahe gekommen. (Jak 5,7-8)