Missmut

Aug 18

Heutige Bibellese:

Jesaja 54,1-57,13 / 2.Korinther 6,14-7,7 / Psalm 36,1-13 / Sprüche 21,17-18


Da bestellte Gott, der HERR, einen Rizinus und ließ ihn über Jona emporwachsen, damit Schatten über seinem Kopf sei, ihn von seinem Missmut zu befreien. Und Jona freute sich über den Rizinus mit großer Freude. - Aber Gott bestellte am folgenden Tag einen Wurm, beim Aufgang der Morgenröte; der stach den Rizinus, so dass er verdorrte. [..] Und Gott sprach zu Jona: Ist es recht, dass du wegen des Rizinus zornig bist? Und er sagte: Mit Recht bin ich zornig bis zum Tod! (Jona 4,6-7.9)

Jona missfiel die Gnade Gottes an Ninive; er wurde zornig, klagte Gott an und wünschte sich zu sterben. Doch wie reagierte Gott darauf? Er bewies ihm seine Liebe, indem er einen Rizinus wachsen ließ, der ihm Schatten spendete. Und Jona freute sich tatsächlich. Doch nun musste Gott ihn über das Unrecht seines Zorns belehren und ließ den Rizinus verdorren, was erneut den Zorn Jonas hervorrief – zu Recht, wie dieser glaubte.

Oft sind auch wir solche „Jonas“ und sind nicht im Recht, wenn wir Gott zürnen, weil er nicht nach unseren Vorstellungen handelt, wenn Pläne nicht in Erfüllung gehen oder er uns Liebgewonnenes wegnimmt. Wir dürfen uns über Gottes Gaben freuen. Doch wenn er uns etwas wegnimmt, müssen wir auch das akzeptieren. Sollten wir nicht vielmehr für die Zeit dankbar sein, in der wir es genießen durften?


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