Verleugnen
Heutige Bibellese:
Josua 9,1-10,43 / Lukas 22,54-23,12 / Psalm 95,1-11 / Sprüche 13,24-25
Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle ärgern, denn es steht geschrieben: „Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden zerstreut werden.“ Nachdem ich aber auferweckt sein werde, werde ich euch voran nach Galiläa gehen. Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, ich aber nicht. Und Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, mich dreimal verleugnen wirst. Er aber sprach nachdrücklich: Wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso aber sprachen auch alle. (Mk 14,27-31)
Petrus liebte seinen Herrn von Herzen. Deshalb konnte er sich einfach nicht vorstellen, dass es eine Situation geben könnte, in der er ihn verleugnen würde. Doch Jesus wusste es besser. Er kennt unsere Herzen und weiß, wozu wir fähig sind, selbst wenn wir uns gar nicht so viel Schlechtes zutrauen. Denn wenn die äußeren Umstände ungünstig genug sind, zeigt sich, wie schwach unser Glaube werden kann. Petrus verleugnete seinen Herrn nach dessen Verhaftung – und das vor einer unbedeutenden Magd (Mk 14,66-68)! Als nach der dritten Verleugnung der Hahn krähte, konnte er nur noch über sein Versagen weinen (Mk 14,72).
Wir sollten Petrus wegen seines Verhaltens nicht verurteilen, sondern stets bedenken, dass auch wir nicht besser sind.