Jesus sehen

Juli 26

Heutige Bibellese:

Hosea 11,1-14,10 / 1.Korinther 7,25-40 / Psalm 21,1-14 / Sprüche 20,1


Und siehe, da war ein Mann, mit Namen Zachäus genannt, und der war ein Oberzöllner und war reich. Und er suchte Jesus zu sehen, wer er sei; und er konnte es nicht wegen der Volksmenge, denn er war klein von Gestalt. Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, damit er ihn sehe; denn er sollte dort durchkommen. (Lk 19,2-4)

Da war ein Mann, der eigentlich hätte zufrieden sein können: Er war Oberzöllner, hatte also schon Karriere gemacht, und war außerdem reich. Was machte es da schon, dass seine Berufsgattung in Israel verachtet wurde? Die Zöllner arbeiteten mit den verhassten Römern, die das Land besetzt hatten, zusammen. Deshalb und weil sie oft zur eigenen Bereicherung sehr hohe Zölle kassierten, waren sie beim Volk nicht sehr beliebt.

Doch Zachäus merkte, dass seinem Leben trotz gewisser äußerlicher Erfolge, etwas Entscheidendes fehlte. Und als er hörte, dass Jesus kam, hatte er nur einen Wunsch: Jesus zu sehen. Er war sich nicht zu schade, dafür auf einen Baum zu klettern und sich so zum Gespött der Leute zu machen.

Wie sieht es mit uns Christen aus, die wir uns sogar nach Christi Namen nennen? Sollten wir nicht viel weniger auf das Urteil anderer Menschen zählen, um endlich zu tun, was er uns sagt und ohne Furcht von seiner Gnade zu reden?


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