Gesalzen

Sept 02

Heutige Bibellese:

Jeremia 3,6-4,18 / Römer 3,9-31 / Psalm 48,1-15 / Sprüche 22,13


Das Salz nun ist gut. Wenn aber auch das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gewürzt werden? Es ist weder für das Land noch für den Dünger tauglich; man wirft es hinaus. Wer Ohren hat zu hören, der höre! (Lk 14,34-35)

Jesu Lehre über das Salz ist, gerade in der heutigen Zeit, eine ernste Warnung. Wir leben im Zeitalter der Toleranz, wo es keine absolute Wahrheit geben darf. Jeder soll nach seiner eigenen Fasson glücklich werden. Absolutheitsansprüche wie Jesu Aussage: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ (Joh 14,6) rufen schnell Ablehnung hervor.

Dieses Phänomen macht auch vor der Christenheit nicht halt. Die Botschaft von der ewigen Verlorenheit der Sünder wird kaum noch verkündet, weil man niemandem zu nahe treten möchte. Man hat Angst, den nächsten durch so „harte“ Worte zu verschrecken und reduziert das Evangelium auf die Predigt von einem lieben Gott. Natürlich liebt uns Gott, sonst hätte er nicht seinen Sohn für unsere Sünden sterben lassen. Aber er ist auch ein heiliger, gerechter Gott, der Unrecht straft. Nur derjenige wird errettet, der sein Verlorensein vor Gott erkennt und glaubt, dass Jesus Christus stellvertretend für ihn gestorben ist. Eine Predigt, die das verschweigt, ist kraftlos und nicht gesalzen.


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