Offenbarung 7

Dez 15

Heutige Bibellese:

Sacharja 12,1-13,9 / Offenbarung 7,1-17 / Psalm 134,1-3 / Sprüche 29,23


Bevor ab Kapitel 8 Ereignisse der „großen Drangsal“ berichtet werden (V.14; Mt 24,21), wird uns hier von zwei Gruppen berichtet (Glaubende aus Israel bzw. aus den Nationen), welche diese Drangsalszeit überleben und lebend in das Friedensreich eingehen werden. Was auf den ersten Blick wie ein Privileg erscheint (nicht zu sterben), ist in Wirklichkeit aber keines. Sie kommen nicht in den Himmel, sondern bleiben auf der Erde, sie erhalten keine Herrlichkeitsleiber und werden auch nicht mitherrschen (20,4).

Dass gerade ein Ältester dem Johannes die Bedeutung der Volksmenge erläutert, beweist wiederum die Einsicht der Ältesten (der Heilige Geist leitet uns in die ganze Wahrheit, er lehrt uns alles und hilft uns alles zu verstehen! Joh 14,26; 16,13). Die Erklärung für die weißen Kleider, dass sie im Blut des Lammes gewaschen worden sind, ist sehr wichtig. Das Blut Christi ist für alle Glaubenden zur Reinigung da, nicht nur für die aus dem Gemeindezeitalter.

Die Verse 15-17 zeigen, dass die Glaubenden auf der Erde sind, nicht im Himmel (und daher von den himmlischen Heiligen zu unterscheiden sind). Begriffe wie „zelten“ („wohnen“), „hüten“ und „leiten“ passen eher zu irdischen Verhältnissen als zu himmlischen. Im Himmel gibt es keinen Tempel, weil Gott selbst der Tempel ist (V.15; 21,22); doch im Friedensreich gibt es einen (Hes 44-48), zu dem auch Glaubende aus den Nationen kommen (Jes 56,6-7). Doch die hier beschriebene Gruppe nimmt eine privilegierte Stellung ein, indem sie Tag und Nacht dient (während andere, im Reich Geborene, nur jährlich kommen, Sach 14,16) und den besonderen Schutz Gottes erfährt, der über ihr wohnt (V.15) und sie leitet und hütet (V.17) und damit für die in der Drangsalszeit erlittenen schrecklichen Lebensumstände entschädigt.


Nächster Tag Vorheriger Tag