Offenbarung 5,5-10

Dez 13

Heutige Bibellese:

Sacharja 9,1-17 / Offenbarung 5,1-14 / Psalm 132,1-18 / Sprüche 29,19-20


Als Johannes den Löwen aus dem Stamm Juda ansehen will, der würdig ist, die sieben Siegel zu öffnen, sieht er – ein Lamm! Im Griechischen steht sogar „Lämmlein“, was nicht wie im Deutschen eine Verniedlichung ausdrückt, sondern Verachtung. Es ist sogar noch sichtbar, wie der Herr überwunden hat: durch seinen Tod („wie geschlachtet“). Doch das Werk ist vollbracht, die Verachtung ist vorbei: das Lamm befindet sich jetzt inmitten des Thrones, d.h. in der Herrlichkeit. Jetzt ist Christus das Zentrum!

Das Lamm hat sieben Hörner. Sieben ist in der Bibel immer ein Ausdruck von (göttlicher) Vollkommenheit. Die Hörner symbolisieren Macht (5.Mo 33,17). Die sieben Hörner stehen also für die vollkommene und absolute Macht, wie sie nur Gott besitzt. Die sieben Augen stehen für die sieben Geister Gottes, d.h. den Heiligen Geist (Jes 11,2). In 1,4 und 4,5 sind die Geister vor dem Thron, doch in 3,1 wird schon gesagt, dass Jesus Christus die sieben Geister hat. Er ist es, der die Gerichte ausführen wird! Hier werden sie als sieben Augen dargestellt, weil der Herr durch den Geist alle Dinge sieht (vgl. 2.Chr 16,9; Sach 3,9; 4,10). Die sieben Geister sind über die ganze Erde ausgesandt. Der Geist Christi (vgl. Röm 8,9) kann über die ganze Erde ausgehen, während Er im Himmel ist. Es ist nicht nur allmächtig und allwissend, sondern auch allgegenwärtig.

Das erniedrigte Lamm ist der allmächtige, allwissende, allgegenwärtige Gott. Er ist würdig, das Buch zu nehmen, während die anderen Anwesenden niederfallen und anbeten! Sollten wir anders reagieren, wenn wir die Würde des geschlachteten Lammes – unseres Herrn – betrachten?


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