Offenbarung 4,1-11
Heutige Bibellese:
Sacharja 8,1-23 / Offenbarung 4,1-11 / Psalm 131,1-3 / Sprüche 29,18
Johannes befindet sich nach der Entrückung in den Himmel (V.1) im „Gerichtssaal“ Gottes. Denn in Kapitel 4–19 werden die Gerichte Gottes beschrieben, wobei die Kapitel 4–5 eine Art Einleitung darstellen.
Zunächst sieht Johannes den Thron Gottes und einen, der darauf saß, dessen Angesicht einem Jaspisstein und einem Sarder glich. Diese Edelsteine spiegeln die Herrlichkeit Gottes wider (Off 21,19-23). Die Blitze, Stimmen und Donner, die aus dem Thron hervorgehen (V.5), kündigen die kommenden Gerichte an. Der Regenbogen (V.3) ist das Zeichen des Bundes, den Gott mit Noah nach der Sintflut geschlossen hat. Wenn die Stürme des Gerichts vorüber sind, werden die Segnungen Gottes kommen: Frieden und Gerechtigkeit. Die 24 Ältesten um den Thron stehen stellvertretend für die alt- und neutestamentlichen Glaubenden. Dies kann sowohl aus der Zahl 24 geschlossen werden (12 Stämme Israels, 12 Apostel), als auch aus V.11; 5,9-10. Immer, wenn die Ältesten Gott anbeten, nennen sie einen Grund (hier: alles geschaffen, vgl. Hebr 1,2; Kol 1,16; 5,9: Erlösung; 5,10: Priestertum der Glaubenden, vgl. 2.Mo 19,6; 1.Pt 2,9), was zeigt, dass sie Erkenntnis über geistliche Dinge besitzen, die z.B. Engel nicht haben (vgl. z.B. keine Begründung der Anbetung in 5,12; oder 1.Pt 1,12).
Das gläserne Meer vor dem Thron erinnert an das bronzene Waschbecken bzw. Meer vor der Stiftshütte bzw. dem Tempel (2.Mo 30,18; 1.Kön 7,23). Doch da es im Himmel keine Verunreinigung mehr gibt (und auch wir dort nicht mehr durch Sünde unrein werden können), wird es nicht mehr zur Reinigung benötigt und so ist es zu Kristall erstarrt. Es gibt deshalb auch nichts mehr, was den Lobpreis und die Anbetung Gottes hindern oder verunreinigen könnte!