Offenbarung 3,14-22
Heutige Bibellese:
Sacharja 6,1-7,14 / Offenbarung 3,7-22 / Psalm 130,1-8 / Sprüche 29,15-17
Laodizäa ist die laue Kirche der Endzeit. Laodizäa geht nicht aus Sardes hervor, denn Sardes ist kalt, tot, und was kalt ist, wird nicht lau. Philadelphia dagegen war heiß, brennend für den Herrn. Doch wenn diese brennende Liebe abkühlt und die Herzen gleichgültig werden, dann entsteht das laue Laodizäa.
Der Herr stellt sich dieser Gemeinde als der treue und wahrhaftige Zeuge vor. Menschen können untreu werden, doch er bleibt treu (2.Tim 2,13). Aber er tritt als Zeuge gegen Laodizäa auf! Wäre Laodizäa kalt, dann gäbe es noch Hoffnung. Doch geistliche Lauheit erkennt man nicht so schnell wie einen toten, kalten Zustand. Man hält sich für reich und sehend, und merkt nicht, dass man arm, nackt und blind ist. Anstatt der Selbstherrlichkeit benötigt man göttliche Herrlichkeit (geläutertes Gold), die alleine reich macht; anstelle der eigenen Gerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit (Jesus Christus, weiße Kleider); und Augensalbe (den Heiligen Geist), um geistlich sehen zu können (V.18).
Laodizäa ist so von sich selbst eingenommen, dass es gar nicht bemerkt, dass der Herr nicht mehr in ihrer Mitte ist (V.20). Anstatt sich um den Herrn zu versammeln (Mt 18,20), dreht die Gemeinde sich nur noch um sich selbst. Der Herr steht draußen, aber er klopft noch an, um wieder eingelassen zu werden. Einzelne („jemand“, nicht alle!) können ihm die Herzenstür öffnen und ihn wieder hineinlassen. Diese Überwinder von Laodizäa, die dem Herrn das Herz öffnen, werden im Tausendjährigen Reich mit dem Herrn zusammen herrschen. Diese Belohnung ist nicht sehr groß, denn alle Glaubenden (auch aus dem AT) werden daran beteiligt sein (20,4; Dan 7,22). Doch wir dürfen diese Verheißung nicht verachten, denn sie werden so auf Christi Thron sitzen, wie Christus auf dem Thron des Vaters sitzt. Wer jetzt wahre Gemeinschaft mit Ihm hat, wird diese in Ewigkeit mit Ihm auf seinem Thron genießen.