2.Samuel 18,18-23

Juni 13

Heutige Bibellese:

2.Samuel 18,1-19,9 / Apostelgeschichte 9,1-25 / Psalm 131,1-3 / Sprüche 17,4-5


Absalom, der falsche König, hatte sich im Tal der Könige einen Gedenkstein aufgestellt (V.18). Es ist das gleiche Tal, in dem Abraham von Melchisedek gesegnet worden war und wo er auch dem König von Sodom begegnet war (1.Mo 14,17-18.21). In diesem Abschnitt werden uns zwei Boten vorgestellt: ein Kuschit und Ahimaaz. Ahimaaz war der Sohn des Priesters Zadoks (15,27). Zusammen mit Jonatan, dem Sohn des Priesters Abjatar, hatte er David die Nachricht von den Plänen Absaloms überbracht (17,15-22). Ahimaaz wollte David gerne die „Freudenbotschaft“ vom Tode Absaloms bringen. Doch Joab wusste, dass dies für David keine Freudennachricht sein würde (V.19-20). Er wollte diesen guten Mann nicht senden, um beim König keine falschen Hoffnungen zu wecken und Ahimaaz das Überbringen dieser Nachricht zu ersparen. Es konnte sogar vorkommen, dass ein schlechter Bote getötet wurde – doch dies stand bei David wohl kaum zu befürchten. Wenn er Boten tötete, dann nur, wenn diese in seinen Augen ein Unrecht begangen hatten (vgl. 1,15; 4,9-12).

Ahimaaz lief nach einigem Drängen doch los und kam noch vor dem Kuschiten bei David an. In der Tat erwartet David, nachdem Ahimaaz an seinem Laufstil erkannt worden war, eine gute Botschaft. Doch das Wichtigste, das, was den König am meisten interessierte, nämlich ob sein Sohn Absalom noch am Leben wäre, konnte Ahimaaz nicht mitteilen (V.29). Er sagte quasi: „Alles ist in Ordnung“ und wiegte den König in falscher Sicherheit. Gleicherweise gibt es auch in unserer Zeit viele Verkündiger des Evangeliums, die ihren Zuhörern sagen, alles sei in Ordnung – und dabei verschweigen, dass die Menschen Sünder sind, die einen Erlöser nötig haben, damit wirklich alles in Ordnung kommt: Jesus Christus!


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