1.Samuel 26

Juni 01

Heutige Bibellese:

1.Samuel 26,1-28,25 / Johannes 20,1-31 / Psalm 119,161-176 / Sprüche 16,8-9


Die Sifiter verraten David an Saul, ohne Rücksicht auf die Ungerechtigkeit des Königs und ohne sich an die Gnade zu erinnern, die David stets gezeigt hatte. Sie wenden sich dem zu, von dem sie sich Vorteile erhoffen bzw. dessen Missfallen sie fürchten. Auch unter dem heutigen Volk Gottes gibt es Menschen, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind – und die bereit sind, den Herrn Jesus zu verraten. Das zeigt, dass sie nur dem Namen nach Christen sind, ohne es wirklich zu sein.

Diese sind Murrende, die mit dem Schicksal hadern und nach ihren Begierden wandeln; [...] und sie bewundern Personen um des Vorteils willen. (Jud 16)

[...] wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die [...] den Gebieter, der sie erkauft hat, verleugnen. Die ziehen sich selbst schnelles Verderben zu. (2.Petr 2,1)

Als die Sifiter zu Saul kamen, wurde sein Hass gegen David erneut erregt. Er vergaß dessen Gnade, die ihn in der Höhle von En-Gedi verschont hatte. So kann auch das Böse und die Feindseligkeit gegen Christus in einem Nichtglaubenden für eine Zeit unterdrückt werden, doch sobald eine Gelegenheit kommt, zeigt sich, dass sein Herz nicht verändert ist!

David dringt mit Abischai in das Lager Sauls ein, verzichtet aber erneut darauf, ihn zu töten bzw. töten zu lassen. Er nimmt lediglich Speer und Wasserkrug als Beweismittel mit und entfernt sich vom feindlichen Lager. Aus sicherer Entfernung heraus ruft er in spottendem Ton zu Abner, weil dieser seinen Herrn nicht bewacht hat!

Auch Saul erkannte die Stimme Davids (V.17). David beklagt sich, dass man ihn aus dem Erbteil des HERRN (d.h. dem Land Israel) vertrieben habe und ihn zu anderen Göttern (d.h. ins Ausland) schicken wollte (V.19). Er äußert den Wunsch, nicht fern von dem Angesicht des HERRN sterben zu müssen (d.h. außerhalb Israels). Saul lädt David ein, zurückzukehren und segnet ihn am Schluss sogar (V.25). Doch wie viel von diesem Segen zu halten ist, lässt sich leicht ermessen, wenn man bedenkt, dass Saul zuvor auch die Sifiter gesegnet hat (23,21).


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