1.Samuel 23,1-13.22

Mai 30

Heutige Bibellese:

1.Samuel 22,1-23,28 / Johannes 18,28-19,16 / Psalm 119,113-136 / Sprüche 16,4-5


In diesem Kapitel wird das „Erfolgsgeheimnis“ Davids sehr deutlich. Saul bezeichnet David als „listig“ (V.22), weil er ihm immer wieder entkam. Doch das Geheimnis seiner Unüberwindbarkeit war, dass er vor jedem Schritt den HERRN befragte (V.2.4.10-12). Dies geschah wohl mithilfe der Lose, die im Brustschild des Efods waren, das Abjatar bei seiner Flucht zu David mitgenommen hatte (V.6; 2.Mo 28,28.30). In Juda war David schon nicht sehr sicher, aber in Keila, einer befestigten Stadt, wäre er eine noch leichtere Beute für Saul (V.7). Vor allem aber erwartete ihn in Keila ein weiterer Feind: die Philister (V.1). Doch der HERR gab ihm positive Antwort: Er sollte hinziehen, die Philister schlagen und Keila retten (V.2). Aber seine Männer, deren Zahl inzwischen auf 600 angewachsen war (V.13; vgl. 22,2), fürchteten sich davor. Um sie zu beruhigen, befragt David erneut den HERRN und rettet daraufhin die Stadt (V.4-5).

Saul rief dann das ganze Volk zusammen, um nach Keila hinabzuziehen und David und seine Männer zu belagern (V.8). Nun hätte er für 600 Mann sicher nicht mit der ganzen Armee ausrücken müssen. Mit dem großen Truppenaufgebot wollte er verhindern, dass die Bewohner Keilas (aus Dankbarkeit für die Rettung ihrer Stadt) zu David hielten. Diesem Vorbild hätten andere Städte folgen können, was die Herrschaft Sauls gefährdet hätte. Deshalb wollte er allen möglichen Widerstand bereits im Keim ersticken.

Nach menschlichen Überlegungen hätte David sich in Keila sicher fühlen müssen. Wer hätte angesichts dessen, was er für diese Stadt getan hatte, erwartet, dass sie ihren Retter ausliefern würden? Aber weil er den HERRN rechtzeitig befragte, konnte er entkommen!

Wir können diesbezüglich viel von David lernen. Es ist gut, immer wieder zu prüfen, was der Wille des HERRN für eine bestimmte Situation ist und wie wir handeln sollen, wenn wir ihm wohlgefallen wollen.

Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts - denn die Frucht des Lichts besteht in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit -, indem ihr prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist. [...] Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist! (Eph 5,8-10.17)


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