Matthäus 19,1-12

Jan 28

Heutige Bibellese:

Hiob 12,1-15,35 / Matthäus 18,21-19,12 / Psalm 24,1-10 / Sprüche 6,6-11


Eine Scheidung ist für alle Beteiligten eine unangenehme Angelegenheit. Bei den Ehepartnern hinterlässt sie tiefe Wunden und für die Kinder bricht meistens eine Welt zusammen. Kein Wunder, dass Gott sagt „Ich hasse Scheidung“ (Mal 2,16) und uns dringend ermahnt, uns davor zu hüten und nicht treulos zu handeln.

Dass Mann und Frau zusammengehören, wird schon aus 1.Mo 2,22-24 deutlich. Gott schuf die Frau aus der Rippe des Mannes, sie ist Teil von ihm. Ohne Mann ist die Frau „unvollständig“ und ohne Frau fehlt dem Mann etwas. Ehelosigkeit hat zwar den Vorteil, dass der unverheiratete Glaubende mehr Zeit für den Dienst im Reich Gottes hat, aber die meisten haben nicht die Gabe, ehelos leben zu können (V.10-11).

Wer nach der Scheidung (wenn sie nicht aufgrund von „Hurerei“ geschieht) erneut heiratet, begeht nach Jesu Aussage sogar Ehebruch (V.9), d.h. eine schwere Sünde (vgl. 1.Kor 6,9-10).

Nun mögen auch Christen einwenden, dass es schwere Fälle gibt, in denen die Fortführung einer Ehe unmöglich ist. Das ist sicher wahr, aber der Herr hat quasi nur einen Scheidungsgrund per se gebilligt: Hurerei (V.9). Sollte Gott, der Mann und Frau zusammengefügt hat, nicht auch die Kraft zum Durchhalten und zur Versöhnung geben, wenn wir ihn darum bitten?


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