Offenbarung 3,7-11
Heutige Bibellese:
Sacharja 6,1-7,14 / Offenbarung 3,7-22 / Psalm 130,1-8 / Sprüche 29,15-17
Sardes, der Protestantismus, war nur halb zur Schrift zurückgekehrt und noch weltlichen und menschlichen Prinzipien verbunden. Deshalb entstanden im 19.Jh. streng bibeltreue Erweckungsbewegungen, die dazu führten, dass viele aus den großen Volkskirchen austraten, wodurch Philadelphia entstand, das ebenfalls bis zum Wiederkommen des Herrn bestehen bleiben wird (V.11).
Der Herr stellt sich in diesem Brief als der Heilige und Wahrhaftige vor – Kennzeichen, die in Kapitel 1 nicht erwähnt wurden. Doch Philadelphia hat ihn als den Heiligen erkannt, der in seinem innersten Wesen heilig ist, und hat sich selbst für ihn geheiligt (1.Pt 1,15), d.h. für ihn abgesondert, um für ihn da zu sein und ihm zu dienen (fern von den weltlichen Grundsätzen in Sardes). Auch haben die Glaubenden aus Philadelphia Verständnis darüber erlangt, dass der Herr Jesus der Wahrhaftige ist (1.Joh 5,20) und wollen nur nach der Wahrheit leben, die Gott in ihm geoffenbart hat.
Nach außen ist das Erscheinen von Philadelphia bescheiden. Die Kraft ist klein. Doch Philadelphia hat das Wort des Herrn bewahrt! Philadelphia liebt die ganze Bibel, weil die ganze Schrift von IHM zeugt und ER selbst das Wort ist (Joh 1,1). Philadelphia handelt nicht nach weltlichen Prinzipien, sondern nach dem in der Schrift geoffenbarten Willen des Herrn. Auch hat Philadelphia den Namen des Herrn (d.h. seine Person) nicht verleugnet, sondern wartet auf sein Wiederkommen für die Glaubenden, auf die Entrückung! Das Wissen um dieses freudige Ereignis war lange Zeit verloren gegangen, doch in der Bibel hat man entdeckt, dass der Herr bald kommt, um uns zu sich zu nehmen (V.11).
Philadelphia liebt den Herrn, und das drückt sich in Liebe zu den Brüdern aus (1.Joh 4,20-21); Philadelphia heißt Bruderliebe!
Lieben Sie den Herrn und erwarten den, der sagt „Ich komme bald!“ (V.11)?