1.Johannes 3,8-10

Dez 01

Heutige Bibellese:

Daniel 8,1-27 / 1.Johannes 3,7-24 / Psalm 120,1-7 / Sprüche 28,21-22


Die ganze Menschheit kann in zwei Kategorien aufgeteilt werden: Die einen sind aus dem Teufel, die anderen aus Gott. Der Charakter eines Menschen hängt davon ab, mit welcher dieser beiden Quellen (Teufel oder Gott) er in Verbindung steht. Wer die Sünde tut, ist aus dem Teufel, der von Anfang an sündigt (er ist ein Lügner und Menschenmörder, V.8, Joh 8,44). Gott hasst dagegen Sünde. Deshalb ist sein Sohn gekommen, um die Werke des Teufels zu vernichten. Und folglich tut auch jeder, der aus Gott geboren ist, keine Sünde.

Klingen diese Aussagen nicht recht hart? Wir sollten berücksichtigen, dass Johannes hier bewusst abstrakte Aussagen benutzt. Er abstrahiert, um das Wesentliche hervorzuheben. So stimmt jeder der Aussage zu, dass Holz brennt, obwohl es sein kann, dass manches Holz nicht richtig brennt, z.B. wenn es nass ist! So ist es auch mit der Sünde. Wer aus Gott geboren ist, der tut nicht Sünde, jedenfalls nicht gewohnheitsmäßig. Und wenn doch, dann ist das eine Art „Betriebsunfall“, für den es die Möglichkeit der Sündenvergebung gibt (1,9). Wir dürfen uns auch noch einmal an 1,4 erinnern. Auch diese radikale Aussage soll dazu beitragen, unsere Freude vollkommen zu machen! Und vielleicht ist gerade diese Deutlichkeit nötig, um zu erkennen, wie unpassend Sünde für uns ist und damit eine Hilfe, nicht zu sündigen. Beachten wir auch, dass wir nicht sündigen, weil „sein Same“ (d.h. sein Wort, 1.Pt 1,23) in uns bleibt. Das zeigt uns, dass auch das regelmäßige Beschäftigen mit seinem Wort erforderlich ist, um nicht zu sündigen.

Vers 10 verdeutlicht, dass das Tun von Gerechtigkeit bzw. Sünde ein Erkennungsmerkmal dafür ist, zu wem wir gehören. Erkennt man, dass wir aus Gott sind?


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