4.Mose 32

April 01

Heutige Bibellese:

4.Mose 32,1-42 / Lukas 9,28-50 / Psalm 74,1-23 / Sprüche 12,8


Erneut zeigt sich Versagen im Volke Gottes. Die Stämme Ruben und Gad, die besonders viel Vieh hatten (V.1), fanden Gefallen an dem Königreich Sihons und Ogs und wollten diesseits des Jordans ihr Erbteil empfangen. Später schloss sich ihnen auch der halbe Stamm Manasse an (V.33). Sie trafen wie einst Lot (1.Mo 13) eine selbstsüchtige Wahl und verachteten das Land der Verheißung. Gott hatte sie beauftragt, das Land seiner Wahl in Besitz zu nehmen, aber sie meinten besser zu wissen, was gut für sie sei und zeigten die Bereitschaft zum Ungehorsam gegenüber Gott.

Nach dem Fleisch zu wählen, führt nie zum Segen. Die Nachkommen der Stämme, die außerhalb des verheißenen Landes blieben, mussten für den Egoismus ihrer Vorfahren zahlen: ihr Territorium wurde als erstes angegriffen und sie wurden als erste in die Gefangenschaft geführt. Schon zu Ahabs Zeiten (874 – 853 v.Chr.) gehörten Teile Gileads nicht mehr zu Israel (1.Kö 22,3). Unter Jehu (841 – 814 v.Chr.) ließ Gott Hasael, den König Syriens, die Ostgebiete Israels erobern (2.Kö 10,32-33). Schließlich wurden sie unter Pekach (740 – 732 v.Chr.) als erste in die assyrische Gefangenschaft geführt (2.Kö 15,29).

Aber sie handelten treulos gegen den Gott ihrer Väter und hurten den Göttern der Völker des Landes nach, die Gott vor ihnen ausgetilgt hatte. Da erweckte der Gott Israels den Geist Puls, des Königs von Assur, den Geist Tilgat-Pilnesers [Tiglat-Pilesers], des Königs von Assur, und er führte sie weg, die Rubeniter und die Gaditer und den halben Stamm Manasse [...] (1.Chr 5,25-26)


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