1.Petrust 4,1-6

Nov 10

Heutige Bibellese:

Hesekiel 21,6-22,31 / 1.Petrus 3,8-4,6 / Psalm 109,1-31 / Sprüche 27,10


Mehrfach wurde das Leiden in diesem Brief bereits als positiv dargestellt (es ist eine Gnade, 2,19; entspricht unserer Berufung; Christus selbst hat uns ein Beispiel dazu gegeben, 2,21 usw.) und zu einem heiligen Leben aufgefordert. Hier nun werden beide Aspekte erneut verknüpft: Wer im Fleische gelitten hat, hat mit der Sünde abgeschlossen (V.1)!

Damit ist nicht gemeint, dass der Leidende völlig sündlos wäre. Vielmehr geht es in diesem Abschnitt um die Wahl zwischen einem Leben in Sünde (wie es jeder Mensch vor seiner Bekehrung – mehr oder weniger stark ausgeprägt – geführt hat, V.2-3) oder in Heiligkeit nach dem Willen Gottes (V.2.4). Ein Leben nach dem Willen Gottes ruft Ablehnung und Befremdung bei den Nichtglaubenden hervor, weil diese dadurch ihre eigenen Lebensgewohnheiten plötzlich hinterfragt sehen. Das führt zu Lästerung (V.4), vielleicht aber auch zu schlimmeren Leiden (V.1). Dennoch lohnt es sich, sich gegen die Sünde und für das Leiden zu entscheiden!

Vers 6 bedeutet in diesem Zusammenhang, dass diejenigen, denen einst das Evangelium verkündigt wurde (und die es annahmen) und jetzt bereits gestorben sind, dem Geist gemäß leben. Ihr Leiden wird mit ewigem Leben belohnt, während die Nichtglaubenden im Gericht Gottes nichts zu ihrer Verteidigung werden vorbringen können (V.5).


Nächster Tag Vorheriger Tag