Johannes 8,21-30

Mai 15

Heutige Bibellese:

Richter 18,1-19,30 / Johannes 8,12-30 / Psalm 112,1-10 / Sprüche 15,4


Jesus war vom Vater gesandt und der Vater hatte ihn nicht allein gelassen (V.29). Das ist der Hintergrund der Aussagen, die in diesem Abschnitt gemacht wurden. Wir können diese Verse nicht lesen, ohne uns dabei mit Jesus zu vergleichen, der uns mit seinem ganzen Leben ein Beispiel hinterlassen hat, dem wir nachfolgen sollen (1.Pt 2,21). Wie der Vater ihn ausgesandt hatte, so hat er auch uns gesandt und er ist allezeit bei uns (20,21; Mt. 28,19-20). Jesus war von oben, himmlisch, und nicht irdisch wie seine Zuhörer (V.23). Auch wir sind durch die Bekehrung Himmelsbürger geworden (Phil 3,20) – merkt man das unserem Leben an? Jesus konnte von sich bezeugen, das zu sein, was er redete! Ist unsere Rede immer wahr, oder versuchen wir manchmal, Dinge zu vertuschen oder gar zu lügen – aus welcher „Not“ auch immer? Und selbst wenn unser Reden nicht trügerisch ist – geben unsere Reden Zeugnis von dem, „was wir sind“, nämlich Himmelsbürger? Hätten auch wir vieles in der Welt anzuklagen und zu richten (V.26), oder muss Gott uns aufgrund unseres Lebenswandels anklagen?

In V.28 sagt Jesus, dass seine Zuhörer nach seiner Erhöhung (eine Anspielung auf die Kreuzigung, vgl. 3,14) erkennen würden, dass er es ist. Das „es“ ist im Deutschen eine Ergänzung zum besseren Verständnis. Im Grundtext steht „Ich bin“ – d.h. die Übersetzung des Gottesnamens (2.Mo 3,14)!


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