Offenbarung 11,19; 12,3-4.9

Dez 20

Heutige Bibellese:

Ester 8,1-10,3 / Offenbarung 12,1-18 / Psalm 139,1-24 / Sprüche 30,7-9


In Off 12-13 werden uns drei schreckliche Tiere vorgestellt: der Drache (Satan, Kap. 12), das erste Tier (Alleinherrscher des wiederhergestellten Römischen Reiches; 13,1) und das zweite Tier (der Antichrist, König Israels und religiöser Weltführer; 13,11). Diese drei Werkzeuge des Bösen sind eine Nachahmung der göttlichen Dreieinigkeit: des Vaters (erstes Tier), des Sohnes (zweites Tier, Nachahmung des Lammes) und des Heiligen Geistes (Satan, die unsichtbare Macht im Hintergrund). Doch bevor uns diese Tiere gezeigt werden, öffnet Gott uns den Himmel (V.19) und lässt uns die Symbole des Tempels sehen, des Wohnortes Gottes (vgl. 21,22). Die Bundeslade wird besonders erwähnt, weil sie an die Bundestreue Gottes erinnert, der seine Verheißungen nicht vergessen hat. Doch Gottes Treue bringt auch das Unrecht, das seinem Volk geschehen ist, in Erinnerung sowie die Notwendigkeit der Gerichte. Deshalb geschehen Blitze, Stimmen, Donner und ein Erdbeben. Der große Hagel (vgl. 16,21) weist vielleicht schon auf das Endgericht über die drei Tiere hin.

Der Drache, der in V.4 erscheint, ist der Teufel oder Satan (V.9). Er ist die Macht, die hinter allem Bösen steht und auch den beiden Tieren aus Off 13 seine Macht gibt. Die Bezeichnung „Ungeheuer“ oder „Schlange“ wurde auch schon für den Pharao (Hes 29,3) und Nebukadnezar (Jer 51,34; vgl. Jes 27,1) wegen ihrer großen Macht angewandt. Die sieben Köpfe sind ein Bild für die außergewöhnliche Intelligenz des Satans. Die zehn Hörner stehen für zehn Könige (17,12), die sich darauf verständigen werden, ihre Macht dem ersten Tier, dem mächtigen Diktator zu geben und damit die Wiederherstellung des Römischen Reiches ermöglichen (Vgl. Kap 13+17). Der Schwanz weist auf den falschen Propheten, den Antichristen hin (zweites Tier; Jes 9,14), der seine Macht ebenfalls von dem Drachen erhält.


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