1.Johannes 1,1-4

Nov 28

Heutige Bibellese:

Daniel 5,1-30 / 1.Johannes 1,1-10 / Psalm 119,113-136 / Sprüche 28,15-16


In Joh 1,1 geht es darum, was „im Anfang“ (d.h. bei Schaffung der Erde, vgl. 1,Mo 1,1) war, und da war das Wort (Jesus Christus) bereits da, weil er als ewiger Sohn Gottes keinen Anfang hat. Hier geht es in V.1 dagegen um Jesus als Mensch, der gesehen und angefasst werden konnte, so dass „Anfang“ hier den Beginn seiner menschlichen Existenz bezeichnet. In Jesus Christus ist das ewige Leben geoffenbart worden (V.2). Das ewige Leben, das beim Vater war, ist auf die Erde gekommen. Die Apostel haben es gesehen, betrachtet (d.h. genauer und bewundernd angesehen) und sogar betastet – so nah ist das ewige Leben den Menschen gekommen (V.1-2). Seitdem ist das ewige Leben nicht länger verborgen, sonder offenbar (V.2); es muss nicht mehr im Gesetz oder anderswo gesucht, sondern kann von allen ergriffen werden!

Der Apostel bezeugt und verkündigt dieses Leben, damit die Hörer und Leser dadurch in Gemeinschaft mit den Aposteln, vor allem aber mit dem Vater und dem Sohn kommen (V.3).

Beim Lesen dieses Briefes, in dem manche Aussagen sehr absolut und hart klingen, dürfen wir V.4 nicht vergessen: Johannes schreibt diesen Brief, damit „eure Freude vollkommen sei“. Wir sollen durch diesen Brief nicht nur zur Freude sondern zu vollkommener Freude gebracht werden! In manchen Bibelübersetzungen steht „unsere Freude“, doch viele der griechischen Handschriften haben „eure Freude“. Der Unterschied ist allerdings nicht wirklich groß: Wenn der Brief unsere Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn stärkt, dann dient das sowohl unserer Freude als auch der des Johannes und seiner Mitarbeiter.


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