4.Mose 14

März 22

Heutige Bibellese:

4.Mose 14,1-15,16 / Lukas 5,12-26 / Psalm 67,1-8 / Sprüche 11,22


Auf das Murren des Volkes zeigte Gott (wie so oft) seine Herrlichkeit (V.2.10; vgl. 2.Mo 16,9-10; 4.Mo 16,19; 17,7). Das war schon das zehnte Mal, dass das Volk den Herrn versuchte, sich nicht an seine Anweisungen hielt und gegen ihn murrte (V.22; vgl. 2.Mo 14,11-12; 15,23-24; 16,2.20.27; 17,1-3; 32; 4.Mo 11,1.4; 14,2). Damit war das Maß endgültig voll: „In dieser Wüste sollen eure Leichen fallen“ (4.Mo 14,29).

Wie nach der Sünde mit dem goldenen Kalb, so bot der HERR Mose auch hier an, das Volk zu vernichten und mit ihm, Mose, einen Neuanfang zu machen, d.h. Mose zu einer großen Nation zu machen. Doch Mose war nicht darauf aus, selbst zu Ehre zu kommen, sondern sorgte sich mehr um die Ehre Gottes (V.13-14)! Deshalb trat er fürbittend für das Volk ein, erinnerte den HERRN an den Ansehensverlust, den der HERR durch die Vernichtung Israels erleiden würde (V.13-14) und bat um Gnade und Vergebung (V.18-19). Gott war bereit, dem Volk zu vergeben – aber um seiner Herrlichkeit wegen kann er die Sünde nicht ungestraft lassen; Israel musste 40 Jahre in der Wüste bleiben (V.34) und alle, die mindestens zwanzig Jahre alt waren, sollten als Folge ihres Unglaubens in der Wüste sterben (V.23.29).

Auch uns vergibt Gott, sobald wir unsere Sünde vor ihm bekennen (1.Joh 1,9). Dennoch kann es sein, dass man die Folgen der Sünde noch tragen muss – gegebenenfalls sogar lebenslang.

Der Zorn Gottes über den Unglauben rief beim Volk große Trauer hervor. Doch anstatt die Strafe des HERRN zu akzeptieren und in echter Reue das Gericht zu ertragen, begingen die Israeliten gleich den nächsten Fehler. Die erste Sünde ungläubiger Verzweiflung versuchten sie durch eine zweite Sünde vermessener Zuversicht auszugleichen! Doch wie immer, wenn man sich über Gottes Wort hinwegsetzt, lässt das Unheil nicht lange auf sich warten.


Nächster Tag Vorheriger Tag