Psalm 144
Heutige Bibellese:
Nehemia 3,14-5,13 / Offenbarung 17,1-18 / Psalm 144,1-15 / Sprüche 30,18-20
David erwartete große irdische Segnungen für sich und sein Volk
(V.12-15). Das ist keinesfalls Ausdruck einer fleischlichen Gesinnung.
Israel sind irdische Verheißungen gegeben, die sich im Tausendjährigen
Reich auch noch erfüllen werden. Dann wird geistliches, gottesfürchtiges
Leben zu irdischen Segnungen führen. Doch dass irdischer Segen nicht das
höchste Ziel ist und keinen beständigen Schutz bietet, das wusste auch
David. Deshalb sucht er nicht in Gold und anderen Kostbarkeiten Halt und
Schutz (die ihm als König Israels reichlich zur Verfügung standen),
sondern im HERRN! Er sollte ihm Zuflucht, Erretter und Schild sein
(V.2). Ihm war die Nichtigkeit und Vergänglichkeit alles Irdischen nur
zu bewusst (V.3-4) – viel bewusster, als manchem Christen heute!
Natürlich sollen wir nicht nach irdischen, sondern nach geistlichen
Segnungen streben. Wen der Herr mit Reichtum beschenkt hat, der trägt
eine hohe Verantwortung, diese Güter verantwortungsvoll zu benutzen. Wir
sollen nicht nur an das „Hier und Jetzt“, sondern auch an die Zukunft im
Himmel denken und für das wirkliche Leben Schätze sammeln. Und dennoch
lädt der Herr uns ein, das, was er uns anvertraut hat, in vernünftigen
Maßen auch selbst zu genießen.
Den Reichen ... gebiete, nicht hochmütig zu sein, noch auf die Ungewissheit des Reichtums Hoffnung zu setzen - sondern auf Gott, der uns alles reichlich darreicht zum Genuss - Gutes zu tun, ... freigebig zu sein, mitteilsam, indem sie sich selbst eine gute Grundlage auf die Zukunft sammeln, um das wirkliche Leben zu ergreifen. (1.Tim 6,17-19)