Offenbarung 20,2-6.12
Heutige Bibellese:
Nehemia 9,32-11,36 / Offenbarung 20,1-15 / Psalm 147,1-20 / Sprüche 30,29-31
Die Verse 2-7 sind der einzige Abschnitt in der Bibel, aus dem wir wissen, dass die Herrschaft Christi als Menschensohn auf tausend Jahre beschränkt sein wird (V.4.6). Danach wird er das Reich wieder Gott dem Vater übergeben (1.Kor 15,24). Dadurch ändert sich die Regierungsform, aber als Sohn Gottes wird er ewig an der Herrschaft beteiligt sein – und wir, die Glaubenden, auch (22,5)!
Als Daniel diese Gerichtsszene sah (V.4, Dan 7,9), konnte er nur sehen, wie der Richter sich setzte. Er konnte noch niemanden auf den Thronen sehen, weil die Gemeinde damals noch ein Geheimnis war (Eph 3,1-9). Diejenigen, die auf den Thronen sitzen, müssen die himmlischen Heiligen sein, die 24 Ältesten, d.h. die Braut und die Geladenen. Sie werden zusammen mit Christus herrschen (vgl. 2,27). Auch die Seelen derer, die nach der Entrückung wegen ihres Glaubens getötet wurden, werden lebendig und herrschen mit Christus. Die übrigen Toten werden erst nach den tausend Jahren lebendig. Die Auferstehung findet also in mehreren Phasen statt. Als Erstling ist Christus aus den Toten auferstanden (1.Kor 15,22-23). Bei der Entrückung werden alle bis dahin gestorbenen (alt- und neutestamentlichen) Glaubenden auferweckt. Und zu Beginn des Friedensreiches werden die nach der Entrückung gestorbenen Glaubenden auferweckt. Das alles ist die „erste Auferstehung“. Wer daran teilhat, über den hat der Tod keine Macht (V.6). Die „zweite Auferstehung“ ist die der Toten (V.12). Die Körper werden auferweckt, doch da sie kein Leben aus Gott haben, bleiben sie geistlich tot! Weil bei der ersten Auferstehung die Toten zurückbleiben, wird sie auch Auferstehung aus den Toten genannt (Lk 20,35; Phil 3,11). Schon im AT war bekannt, dass es zwei Auferstehungen gibt, eine zum ewigen Leben und eine zur Schande (Dan 12,2; vgl. Joh 5,28-29).
An welcher Auferstehung werden Sie teilhaben?