Offenbarung 19,7
Heutige Bibellese:
Nehemia 8,1-9,31 / Offenbarung 19,1-21 / Psalm 146,1-10 / Sprüche 30,24-28
Das Hochzeitskleid der Braut besteht aus feiner Leinwand. Diese kostbare Kleidung besteht aus den gerechten Taten der Heiligen (V.8). Das Offenbarwerden unserer gerechten und ungerechten Taten geschieht am Richterstuhl Christi (Röm 14,10; 2.Kor 5,10), der der Hochzeit vorausgeht. Das ist kein Verdammungsgericht, da nach 1.Kor 3,15 jeder Glaubende gerettet wird. Die gerechten Taten werden uns bei der Hochzeit schmücken! Wir tragen also selbst Verantwortung dafür, dass das Kleid der Braut herrlich wird. Beeifern wir uns, unserem Herrn wohlgefällig zu sein (2.Kor 5,9)? Doch es heißt auch, dass der Braut die Kleider gegeben werden. Dies ist ein Hinweis darauf, dass unsere gerechten Taten nicht unser Verdienst sind, sondern dass diese von Gott zuvor bereitet sind (Eph 2,10). In Off 21,11 wird ein anderer Aspekt betrachtet, wenn es heißt, dass die Stadt (bzw. Braut) die Herrlichkeit Gottes hat (21,9.11). Diese Herrlichkeit haben wir dem Werk Jesu Christi zu verdanken. Es ist reine Gnade, kein eigener Verdienst unsererseits. Diese Herrlichkeit wird durch das Gold der Stadt symbolisiert.
Ähnliches finden wir in Ps 45,14-15, wo die irdische Braut (Israel) mit einem Gewand von Goldgewebe (Gnade), aber auch mit buntgewebten Kleidern (eigene Verantwortung) bekleidet zum König geführt wird.
Das mit „feiner Leinwand“ übersetzte griechische Wort bezeichnet einen edleren Stoff als die Kleidung der Engel in 15,6, wo ein anderes Wort steht (was in der Übersetzung durch Fehlen des Zusatzes „fein“ wiedergegeben wird). Die Gerechtigkeiten der Heiligen sind für Gott kostbarer als die Kleidung der Engel! Auch von äußerem Pomp wie bei der Hure Babylon (17,4; 18,16) lässt er sich nicht beeindrucken. Er macht aus innerer Schönheit äußere (1.Tim 2,9; 1.Pt 3,3-4)!