Offenbarung 12,1-12
Heutige Bibellese:
Esther 8,1-10,3 / Offenbarung 12,1-18 / Psalm 139,1-24 / Sprüche 30,7-9
Drei Mal erscheint zu unserer Belehrung ein Zeichen im Himmel (V.1.3; 15,1). Als erstes sehen wir eine Frau, die ein Bild für Israel ist. Israel ist die Mutter des Messias. (Die Gemeinde ist seine Braut und entstand erst nach seiner Geburt und Himmelfahrt zu Pfingsten.) Die Frau hat Wehen und Schmerzen, aber bei der Geburt Jesu Christi hatte Israel keine Wehen (die kommen erst in der großen Drangsal). Doch Jes 66,7 sagt deutlich, dass die Geburt des Knaben vor den Wehen und Schmerzen stattfinden sollte, d.h. genau so, wie es auch geschehen ist. Andererseits hat Israel seinen Messias nicht erkannt. Für Israel ist Er noch nicht geboren worden! Erst wenn er wiederkommt, wird Er für sie „geboren“ werden (Röm 11,26) – direkt nach den Wehen der großen Drangsal. Ferner fehlt in den Prophetien des AT alles, was das Gemeindezeitalter betrifft. Und wenn man die 2000 Jahre Christenheit auslässt, dann rücken Christi Geburt und die Drangsal kurz vor dem Wiederkommen dicht zusammen wie in V.2.
Die Beschreibung des geborenen Kindes (V.5) weist deutlich auf Christus hin (vgl. 19,15; Ps 2,9). Hier werden nur zwei Eckpunkte seines Lebens, Geburt und Himmelfahrt, erwähnt. Ersteres zeigt seine Verwandtschaft mit Israel, letzteres seine gegenwärtige Position auf dem Thron, die die Wiederherstellung Israels garantiert. Die Entrückung bringt Christus nicht nur zu Gott, sondern zu dessen Thron, d.h. dem Sitz der Macht und Herrschaft Gottes, von dem Ordnung und Frieden auf der Erde ausgehen werden. Christus kehrte in den Himmel zurück, Satan dagegen wird aus dem Himmel hinausgeworfen (V.9). Das gibt ihm die Möglichkeit, seine große Wut und seine bösen Pläne für kurze Zeit auf der Erde auszuführen (V.12 – wehe der Erde!), doch gleichzeitig führt ihn dies seinem endgültigen Gericht entgegen. Die Zeit des Treibens Satans wird um der Auserwählten willen verkürzt (Mt 24,22)!