1.Thessalonicher 4,1-12

Juli 12

Heutige Bibellese:

2.Könige 4,18-5,27 / 1.Thessalonicher 4,1-18 / Psalm 9,14-21 / Sprüche 19,3


Jesus Christus hat am Kreuz die Strafe für unsere Sünden getragen – sowohl für die vergangenen, als auch für die zukünftigen Sünden. Doch es wäre ein Trugschluss zu schließen, dass es dem Herrn egal wäre, wie wir leben, weil uns alle Sünden vergeben werden, sobald wir sie bekennen (1.Joh 1,9). Gott hat uns nicht zur Unreinheit, sondern zur Heiligkeit berufen (V.7). Er selbst ist heilig, und deshalb sollen auch wir heilig sein (1.Pt 1,15-16; 3.Mo 11,44-45)! Was das im Einzelnen bedeuten kann, wird in diesem Abschnitt an einigen Beispielen ausgeführt. Wer sich leichtfertig über diesen Anspruch Gottes hinwegsetzt und sich nicht darum bemüht, Gott wohlgefällig zu leben, verwirft Gott, nicht Menschen (V.8). (Damit ist nicht gemeint, dass wir Gott verwerfen, wenn wir uns um Heiligung bemühen, aber dabei versehentlich sündigen.) Die Erwähnung des Heiligen Geistes in V.8 ist nicht zufällig, denn der Heilige Geist überführt von Sünde (Joh 16,8), so dass wir sie erkennen und unterlassen können.

Wir müssen uns auch vor dem Gedanken hüten, dass wir bereits „heilig genug“ geworden wären. Die Thessalonicher führten bereits ein Gott wohlgefälliges Leben und hatten Bruderliebe, und trotzdem werden sie ermahnt, noch reichlicher zuzunehmen (V.1.9-10). Wir werden nie so heilig sein, dass kein weiteres Zunehmen möglich wäre. Außerdem bewahrt uns das Streben nach weiterer Heiligung vor dem stolzen und hochmütigen Gedanken, bereits „ganz gut“ zu sein. Denn auch Stolz ist Sünde.


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