Sprüche 27,1

Nov 05

Heutige Bibellese:

Hesekiel 13,1-14,28 / Hebräer 13,1-25 / Psalm 106,1-12 / Sprüche 27,1


Theoretisch ist allen Menschen bekannt, dass sie das Leben nicht in der Hand haben, dass jeder Tag der letzte sein könnte oder dass ein unvorhergesehenes Ereignis (schwere Krankheit, Arbeitslosigkeit usw.) den Lebensalltag völlig umkrempeln kann. Aber in der Praxis? Leben wir da nicht oft so, als ob alles in unserer Macht stünde? Verplanen wir die Zukunft nicht oft, als ob wir sicher wären, dass alles so weitergeht wie gewohnt? Jesus erinnert uns daran, dass wir nicht einmal ein Haar weiß oder schwarz machen können (Mt 5,36)! Wir können unser Leben weit weniger beeinflussen, als uns bewusst und lieb ist. Und es ist immer wieder wichtig, sich das bewusst zu machen. Nur dadurch begreifen wir, wie abhängig wir selbst in Kleinigkeiten von Gott sind. Nichts ist selbstverständlich! Wir sind ganz und gar von der Güte und Gnade Gottes abhängig. Diese Erkenntnis ist notwendig, damit wir uns nicht selbst überschätzen, sondern von Gott abhängig bleiben – und genau das möchte Gott. Nur wenn wir in Abhängigkeit von ihm leben, kann er uns gebrauchen und uns zu dem befähigen, was er durch uns wirken möchte.

[...] nicht dass wir von uns aus tüchtig wären, etwas zu erdenken als aus uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeit ist von Gott (2.Kor 3,5)

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. (Joh 15,5)


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