Apostelgeschichte 12,20-23

Juni 18

Heutige Bibellese:

1.Könige 1,1-53 / Apostelgeschichte 12,1-23 / Psalm 136,1-26 / Sprüche 17,14-15


Die Tyrer und Sidonier waren von der Gunst des Königs Herodes abhängig, weil sie von dessen Land ernährt wurden. Sie wollten ihn daher versöhnlich stimmen und schmeichelten ihm, indem sie ihn göttlich verehrten (V.22). Und Herodes nahm diese Verehrung an, anstatt Gott die Ehre zu geben und ihn zu verherrlichen. Bis heute begehen Nichtglaubende die Sünde, dass sie Gott weder verherrlichen noch ihm danken, obwohl sie sein unsichtbares Wesen in dem Gemachten, der Schöpfung, erkennen können (Röm 1,20-21). Bei Herodes ließ die Strafe Gottes nicht lange auf sich warten (V.23). Auch Belsazar hatte sich einst über Gott erhoben, anstatt ihn zu ehren, und starb noch in derselben Nacht (Dan 5,22-23.30).

Doch auch wir Glaubenden dürfen keinem anderen Menschen göttliche Ehre erweisen. Das erste Gebot sagt unmissverständlich, dass der HERR Gott ist und wir keine anderen Götter neben ihm haben sollen (2.Mo 20,2-3). Auch wenn wir keine Könige anbeten, besteht die Gefahr, dass wir z.B. besonders begabte Prediger oder Redner „anhimmeln“, ihre Bücher oder Predigten verschlingen (statt die Bibel), zu Konferenzen fahren und kaum noch Zeit finden, den Herrn zu verehren.