Jesaja 21,11-12

Aug 05

Heutige Bibellese:

Jesaja 19,1-21,17 / 1.Korinther 14,20-40 / Psalm 28,1-9 / Sprüche 20,20-21


Duma (V.11) wird gewöhnlich als eine Verschreibung aus Edom gedeutet, wie auch das folgende „Seir“ nahe legt (vgl. 1.Mo 36,8). Die „Nacht“ deutet auf eine Leidenszeit hin. Die Wiederholung der Frage, wie weit es in der Nacht ist (d.h. wie lange es noch dauert, bis der Morgen endlich kommt), macht ebenfalls deutlich, wie sehr dieser Morgen erwartet wird. Wann bricht der Morgen an? Wenn Jesus Christus wiederkommt, wenn seine Herrlichkeit diese Erde erleuchtet:

Aber euch, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung ist unter ihren Flügeln. (Mal 3,20)

Der Morgen wird kommen, und dennoch wird es Nacht bleiben. Nicht für alle bedeutet das Wiederkommen Jesu Heilung und Erlösung, sondern nur denen, die ihn erwarten, die seinen Namen fürchten (Mal 3,20); für alle anderen bedeutet es Untergang, ewige Nacht! Für die Glaubenden wird der Lebensweg trotz mancher Finsternis beständig heller, weil sie der Begegnung mit Jesus Tag für Tag näher kommen. Die Gottlosen gehen dagegen der Dunkelheit entgegen:

Aber der Pfad der Gerechten ist wie das glänzende Morgenlicht, heller und heller erstrahlt es bis zur Tageshöhe. Der Weg der Gottlosen ist wie das Dunkel; sie erkennen nicht, worüber sie stürzen. (Spr 4,18-19)

Doch noch ist nichts zu spät. Noch gibt es Zeit zum Fragen, wie man der Nacht entkommen kann. Noch ruft der Herr allen zu: „Kehrt zurück, kommt!“ (vgl. Fußnote RevElb zu V.12), d.h. „Tut Buße und kommt zu mir zurück!“ Sind auch Sie ein Wächter, der vor der Nacht warnt und zur Rückkehr aufruft?