Lukas 20,20-26

April 20

Heutige Bibellese:

5.Mose 32,1-52 / Lukas 20,1-26 / Psalm 90,1-17 / Sprüche 13,11


Die Frage nach der Steuer ist eine ähnliche Fangfrage wie die nach der Vollmacht Jesu – jede „mögliche“ Antwort war verkehrt. Hätte Jesus die Steuer befürwortet, hätte er sich auf die Seite der Römer gestellt und damit gegen die Mehrheit des jüdischen Volkes. Würde er die Steuer als unrechtmäßig bezeichnen, gäbe es einen Grund, ihn deshalb bei den Römern anzuklagen. Jesus löst den Konflikt auf, indem er sowohl die Steuer als rechtmäßig bezeichnet, als auch auf die Forderung Gottes aufmerksam macht. War und ist es nicht viel wichtiger, sich darum zu kümmern, dass wir Gott das ihm Zustehende geben, als uns über Steuern und andere politische „Kleinigkeiten“ zu streiten oder zu ereifern?

In den vorherigen Streitgesprächen war ja bereits einiges angeklungen, das Gott von ihnen erwartete, sie ihm aber nicht gegeben hatten: Sie hatten den Tempel, das Haus Gottes, zu einer Räuberhöhle verkommen lassen, anstatt ihn als Bethaus zu bewahren (19,46); sie hatten Johannes nicht geglaubt, der Jesus als denjenigen bezeugt hatte, der die Sünde der Welt wegnimmt (V.5; Joh 1,29); sie hatten Gott keine Frucht gebracht (V. 10; Mt 21,41), sondern die Knechte Gottes, die Propheten, misshandelt und getötet und standen kurz davor, auch seinen Sohn zu töten (V.10-14; Mt 21,35), um den Weinberg Gottes (das Volk Israel) in ihre Gewalt zu bringen (V.14).

Geben wir unserem Herrn und Gott das Seine?