1.Samuel 24,1-8

Mai 31

Heutige Bibellese:

1.Samuel 24,1-25,44 / Johannes 19,16-42 / Psalm 119,137-160 / Sprüche 16,6-7


David hielt sich in der Felswüste auf, wo Gott ihn lehrte, Entbehrungen, Mühsal und Schwierigkeiten zu ertragen, aber wo er auch durch die Quellen bei En-Gedi Erfrischung fand.

Nachdem Saul von der Verfolgung der Philister zurückgekehrt war, setzte er die Verfolgung Davids fort (V.2). Er kam mit 3000 Mann (V.3), während David nur 600 Mann bei sich hatte, aber diese waren hart im Nehmen, kannten das Gelände besser und standen unter dem Schutz des HERRN!

Als Saul gerade in der Höhle seine Notdurft verrichtete, in der sich David mit seinen Männern versteckt hatte (V.4), wurde er in besonderer Weise auf die Probe gestellt. Für die Männer Davids war die Lage eindeutig: Dies war vom HERRN geführt, damit David an seinem Feind Rache nehmen konnte (V.5). Doch was tat David? Er widerstand der Versuchung, schnitt nur einen Zipfel vom Oberkleid Sauls ab – und bekam selbst davon noch Herzklopfen (V.5-6). Er weigerte sich, selbst die Hand an den Gesalbten des HERRN zu legen und hinderte auch seine Männer daran, dies zu tun (V.7-8). David selbst war ebenfalls vom HERRN gesalbt worden (16,1.13) und wusste, dass der HERR ihn dazu bestimmt hatte, das Königtum von Saul zu übernehmen. Trotzdem hatte er tiefe Ehrfurcht vor Saul und behandelte ihn trotz dessen Verwerfung durch den HERRN immer noch als Gesalbten des HERRN. Können wir von dieser Ehrfurcht Davids nicht viel für unseren Umgang miteinander lernen?

Alle Christen sind Gesalbte Gottes, weil sie dessen Salbung, den Heiligen Geist, empfangen haben.

Und ihr habt die Salbung von dem Heiligen und habt alle das Wissen. (1.Joh 2,20)

Deshalb sollten wir umso mehr darauf achten, einander mit Ehrerbietung zu begegnen.

In der Bruderliebe seid herzlich zueinander, in Ehrerbietung einer dem anderen vorangehend [...] (Röm 12,10)