Sprüche 23,29-35

Sept 20

Heutige Bibellese:

Jeremia 39,1-41,18 / Römer 16,8-27 / Psalm 66,1-20 / Sprüche 23,29-35


Die Folgen übermäßigen Weingenusses sind hinreichend bekannt: man sieht nicht mehr klar, redet Verworrenes, das Schmerzgefühl verschwindet und man wird streitsüchtig (V.29.33.35).
Ähnliche Erscheinungen treten auch bei Christen auf, die den Heiligen Geist dämpfen. Der Heilige Geist schärft unser geistliches Sehvermögen. Doch wenn man absichtlich nicht so genau hinschaut und Dinge tut, von denen man eigentlich weiß, dass sie verkehrt sind (also bewusst sündigt), dann wird die Sicht verschwommener, bis man nichts Verkehrtes mehr in diesen Dingen sieht. Auch das Schmerzgefühl (das schlechte Gewissen) lässt allmählich nach.
Wenn man sich dadurch immer weiter vom Herrn entfernt, dann empfängt man auch weniger von ihm und kann deshalb nicht mehr viel von ihm reden und was man noch redet, verliert an Klarheit. Auch neigt man dann eher zu anderen fleischlichen Verhaltensweisen wie Zank und Streit. Deshalb ermahnt uns die Bibel ausdrücklich, sich nicht mit Wein zu berauschen, sondern voller Geist zu werden (Eph 5,18)! Das geschieht, wenn man zueinander in Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern redet (verständliche Rede!), Gott dankt (klarer Blick für das Gute; Dankbarkeitsgefühl statt Gefühlsverlust) und ihm im Herzen singt und spielt (Freudengefühl, Ausdruck einer intakten Beziehung zu Gott, Eph 5,19-20).