Psalm 143,10

Juni 25

Heutige Bibellese:

Hoheslied 1,1-5,1 / Jakobus 2,14-3,12 / Psalm 143,1-12 / Sprüche 17,26-27


Kein Mensch kann das Gesetz Gottes halten. Das ernüchternde Urteil lautet, dass alle davon abgewichen sind und es keinen Menschen gibt, der Gutes tut, nicht einen (Röm 3,12). Der einzige Ausweg aus dem Dilemma lautet also:

Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott! Dein guter Geist leite mich in ebenes Land! (Ps 143,10)

Nur Gottes Geist, den ein Glaubender bei seiner Bekehrung bekommt, kann einen Menschen dazu befähigen, nach Gottes Geboten zu handeln. So sagte es auch der Prophet Hesekiel für Israel voraus:

Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde machen, dass ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut. (Hes 36,27)

Wenn wir den Geist in unserem Leben wirken lassen, dann bewirkt er eine Veränderung unserer Gesinnung und befähigt dazu, auf eine Gott wohlgefällige Art zu leben:

Ihr habt ihn doch gehört [...] dass ihr, was den früheren Lebenswandel angeht, den alten Menschen abgelegt habt, der sich durch die betrügerischen Begierden zugrunde richtet, dagegen erneuert werdet in dem Geist eurer Gesinnung und den neuen Menschen angezogen habt, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit. (Eph 4,21-24)

Das Gesetz ist geistlich; deshalb lebt man automatisch in Übereinstimmung mit dem Gesetz, wenn man sich vom Heiligen Geist leiten lässt. Wenn man sich dagegen vom Fleisch, von der alten Natur, leiten lässt, sündigt man.

Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist, ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft (Röm 7,14)